Eine Eselsbrücke bauen

Redewendungen und ihre Entstehung…

Eine Eselsbrücke ist ein Merksatz in Spruch- oder Reimform, eine Lernhilfe, eine Gedächtnisstütze, ja ein „Behelf für die Unwissenden“, in älterer und nicht so ganz wohlwollender Ausdrucksweise „Hilfsmittel für Träge und Unbegabte, die dem Schüler Mühe und Arbeit ersparen, statt ihn zur Arbeit zu erziehen“. Ein Esel soll demnach sein, wer solche Hilfsmittel benötigt oder verwendet.

Der Equus asinus asinus, so die lateinische Bezeichnung des Hausesels, kommt bei den Menschen von alters her schlecht weg, obwohl er als Arbeitstier weit verbreitet war. Faul und störrisch soll er sein, dazu noch dumm und feige. Kein Mensch wäre je auf die Idee gekommen, eine Merkhilfe Pferdebrücke zu nennen, obwohl auch Pferde sehr eigenwillig daherkommen können.

Die Unterschiede zwischen Pferd und Esel dienen auch einer ersten Herleitung. Wo ein Pferd mit Anmut und Kraft über einen Graben oder Bach springt, steht ein Esel vor einem Problem. Dies lässt sich trefflich auf die Menschen übertragen. Der schlaue Mensch oder Schüler – das eine schließt das andere natürlich nicht aus – begreift und merkt sich etwas sofort und ohne Mühe, wo ein nur mäßig begabter vor einem kaum zu überwindenden Hindernis steht. Also besser eine Eselsbrücke bauen, als gar nicht weiterkommen.

E.Krause

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meine Name ist Edeltraut Krause und ich bin seit April 2017 als ehrenamtliche Redakteurin des DRK Herne / Wanne-Eickel im Quartier Röhlinghausen tätig.
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E.Krause

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