Grips-Tips

von Elisabeth Sternberg

Grips-Tipp Nr. 10

Wenn Sie gerade jetzt im dunklen November längere Zeit auf dem Sofa oder am Tisch gesessen haben, machen Sie doch mal eine kleine Übung für die Koordination.

Außerdem tun Sie noch etwas für Ihre Beweglichkeit – also: klein aber oho!

Der rechte Arm wird nach oben gestreckt und in der Hand halten Sie einen imaginären Globus, den Sie nun hin und her drehen.

Den linken Arm strecken Sie nach oben, in der Hand halten Sie einen (vorgestellten) Schwamm oder Lappen und wischen eine (ebenfalls vorgestellte) Tafel in geraden Strichen von oben nach unten und umgekehrt.

Zunächst probieren Sie die Übung einzeln, anschließend gleichzeitig mit beiden Armen/Händen.

D.h.: drehen und wischen mehrmals hintereinander.

Anschließend wechseln: also links drehen und rechts wischen!

Los geht’s – ein paar mal üben, dann klappt’s wie von selbst!

Grips-Tipp Nr. 9

Heute nenne ich Ihnen einfach mal ein Wort:

Berlin

Das Wort hat nichts mit der Stadt zu tun, sondern Sie nehmen es lediglich als Vorlage für eine Übung.

In diesen kalten Novembertagen sitzen wir gern im warmen Zimmer, wollen aber auch nicht ständig per TV unterhalten werden, sondern uns selbst unterhalten, ganz allein mit Spaß und Grips!

Das geht u.a. sehr gut mit dem Wörtchen „Berlin“.

Suchen Sie Wörter, die die Buchstaben des Wortes „Berlin“ nicht enthalten. z.B. Koch, Mut etc.

Wenn Ihnen das gefällt, wählen Sie irgendein anderes Wort – „Berlin“ steht hier nur als Anreiz, auch (fast) jedes andere Wort eignet sich. Jedenfalls haben Sie so für lange Abende ohne große Vorbereitung eine unterhaltsame Tätigkeit, die Ihrem Grips auf die Sprünge hilft!

Sollten Sie die Übung zu zweit oder mehreren machen, können Sie natürlich auch wieder einen kleinen Wettbewerb daraus machen wie in Grips-Tipp 8…

Grips-Tipp Nr. 8

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen…“. Sicher denkt man bei diesem Spruch von Matthias Claudius nicht daran, all die Utensilien aufzuzählen, die im Koffer vor der Fahrt verstaut wurden – doch gerade dazu möchte ich Sie hier als kleine Wortfindungsübung animieren!

Man nehme:

Ein DIN-A-4 Blatt, schreibe das Alphabet von A – Z untereinander und setze die Gehirnströme in Gang: zu jedem Buchstaben suchen Sie ein Teil, das im Koffer Platz gefunden hat.

Von A wie Abendkleid über S wie Socken bis Z wie Zeckenkarte.

Natürlich ist es schwierig, etwas zu jedem Buchstaben zu finden, aber Überlegungen, was hätte drin sein können, sind auch erlaubt!

Die Übung ist auch als Spiel in geselliger Runde geeignet – wer zuerst seinen Koffer gepackt, bzw. ausgepackt hat, hat gewonnen. Humor kann dabei nicht schaden, denn wer kennt schon eine Zehennagelfeile oder ein Handtuchfaltgerät?! Neben den „echten“ Begriffen machen kreative Schöpfungen besonders Spaß!

Bedingung: Alle Mitspieler müssen diese erklärungsbedürftigen Begriffe natürlich akzeptieren.

Also los: ich wünsche gute Unterhaltung beim Koffer ein- oder auspacken!

Lösung zu meiner Frage zum Grips-Tipp Nr. 7 (Besonderheit der Zahlenfolge): Es musste nicht gerechnet werden, sondern: die Zahlen stehen in alphabetischer Reihenfolge….

Grips-Tipp Nr. 7

Hatten Sie heute schon mit Zahlen zu tun? Vielleicht haben Sie Ihren Kassenbon nachgerechnet, Überweisungen getätigt oder im Kopf nach der PIN-Nr. gekramt…

Hier ist mal was ganz anderes:

Schauen Sie sich folgende Zahlenfolge einmal genau an:

8 3 1 5 9 0 6 7 4 2

Was könnte es damit auf sich haben? Denken Sie um-die-Ecke, d.h. lassen Sie auch ungewöhnliche Gedanken oder Ideen fliegen…

Sollte Ihnen das „zu spanisch“ vorkommen, hier noch ein bodenständiger Tipp – einfach und klar verständlich:

Zählen Sie nacheinander in Siebenerschritten ab 175 – möglichst schnell – rückwärts….

Möge Ihr Denkapparat ordentlich in Schwung kommen!

Grips-Tipp. Heute: Ball – Spiel für kluge Köpfe

Unser Gehirn liebt nicht nur „geistige“ Übungen und Spiele, sondern auch durch Bewegung kommen die Nervenzellen so richtig in Schwung!

Eine sog. Koordinationsübung (rechte und linke Gehirnhälfte haben zu tun) gibt Kopf und Körper einen besonderen Kick: mit kleinen Bällen.

Für diese Übung sind zwar am besten Jonglierbälle geeignet (weil sie nicht weg rollen, wenn sie mal auf den Boden fallen), aber ersatzweise können auch Anti-Stress-Bälle, Igel-Bälle oder auch Äpfel oder Mandarinen gute Dienste leisten.

Es geht los: in jeder Hand liegt ein Bällchen, und Sie werfen beide gleichzeitig ca. 10-30 cm in die Höhe und fangen sie wieder auf. Das machen Sie mehrmals bis es sitzt.

Anschließend werfen Sie die Bälle wieder hoch, kreuzen aber die Arme während die Bälle in der Luft sind und fangen Sie dann mit den gekreuzten Armen wieder auf. Wechseln Sie zur nächsten Stufe die Überkreuzung, und versuchen es erneut.

Nicht entmutigen lassen, wenn es nicht sofort klappt!

So ein Ball-Spiel für die Koordination von rechter und linker Gehirnhälfte ist außerordentlich effektiv und schult auch die Konzentration.

Viel Spaß!

Grips-Tipp. Heute: Fensterblick – intensives Sehen schult die genaue Wahrnehmung

Auch wenn das Wetter nicht gerade erfreulich ist – schauen Sie einmal aus dem Fenster und stellen Sie sich vor, Ihr Fenster ist ein Bilderrahmen:

Schauen Sie sich genau an, was Sie draußen sehen.

Nun legen Sie eine kleine Pause von 5 – 10 Minuten ein, setzen sich an den Tisch und schreiben auf, an was Sie sich erinnern (natürlich nicht zwischendurch ‘rausgucken…).

Anschließend vergleichen das „Bild“ draußen mit Ihren Notizen – stimmt alles überein, haben Sie etwas dazu fantasiert oder etwas weggelassen – oder haben Sie wie eine Kamera alles aufgenommen, was es zu sehen gibt?

Das Gehirn dankt Ihnen für diese kleine, aber feine Übung, denn sie stärkt Ihre Wahrnehmung, Konzentration und Merkfähigkeit!

Und das Tolle: sie ist ob Regen oder Sonne jederzeit wiederholbar, aus jedem „Bilderrahmen“, der sich in der Wohnung befindet!

Ich wünsche Ihnen ein paar intensive, stille und konzentrierte Blicke aus dem Fenster.

Grips-Tipps alle 14 Tage, heute: Urlaub, Ferien, Reisezeit…

Bald beginnt die Urlaubszeit und viele Menschen wollen ‘raus aus Deutschland, vielleicht in ein Land, das zur EU gehört, wie z.B. Spanien oder Italien. Zur EU gehören aber nicht nur beliebte Urlaubsländer, sondern…, ja, welche eigentlich?!

Überlegen Sie doch einmal, ob Sie alle EU-Länder (oder die Hälfte) zusammen kriegen (es sind 27)!

Einige der Hauptstädte fallen Ihnen sicherlich auch ein, ohne nachzuschlagen/googeln…

Ebenso einige der Autokennzeichen, gern in Kreuzworträtseln erfragt, sind vielleicht auch bekannt?

Und außerdem: In welchen Ländern ist eigentlich der EURO offizielle Währung?

Sagt Ihnen der Begriff „Schengen – Raum“ etwas, welche Länder gehören dazu?

Wissen Sie auch, welche Länder sonst noch ganz allgemein zu Europa gehören?

Alles etwas viel auf einmal – aber mit einer Tasse Kaffee auf dem Balkon oder im Garten, wenn den Gedanken Flügeln wachsen, träumen Sie sich in einige der erfragten Länder, essen in Frankreich ein Croissant -merci- , oder bestellen in Italien einen Espresso -por favore- und schon freut sich das Gehirn auf ein wenig Abwechslung!

Und wenn Sie den Sommer zu Hause verbringen (müssen), reimt Eugen Roth tröstende Worte:

Der Urlaub ist erholsam meist
nicht nur für den, der in ihn reist.
Auch den der da bleibt, freut die Schonung,
die er genießt in stiller Wohnung.
So zählen zu den schönsten Sachen
oft Reisen, welche andre machen.“
Eugen Roth

Grips-Tipps alle 14 Tage, heute: die Wortfindung

Manchmal fehlen uns einfach die Worte – nicht nur vor Überraschung, sondern auch in alltäglichen Gesprächen; die Wörter wollen einfach nicht hervor! Kleine Übungen können helfen, den Wortschatz auf Trab zu bringen und verloren geglaubte Begriffe wieder hervorzulocken.

Dazu kann eine Wortkette hilfreich sein:

Wir beginnen mit einem möglichst kurzen Wort, von Wort zu Wort wird ein Buchstabe hinzugefügt. Der erste Buchstabe des neuen Wortes muss mit dem letzten Buchstaben des vorherigen Wortes beginnen.

Beispiel: Wo (2) – Ost (3) Tanz (4) – Ziege (5) Eltern (6) ….

Je länger die Wörter werden müssen, umso mehr Kreativität und Gedankenblitze werden gebraucht – und: auch diese Übung eignet sich sehr gut um Wartezeiten in Ämtern etc. zu überbrücken!

Variante: Sie machen daraus eine Partnerübung – immer abwechselnd werden dann die Begriffe gesucht.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Wörtersuche!

Grips-Tipps alle 14 Tage, heute: Beim Warten genau gucken!

Diese Situation kennen wir alle: Wir stehen im Supermarkt in der Kassenschlange und sind geduldig oder auch mal etwas genervt weil es so langsam vorangeht. Wie diese Situation völlig entspannt verlaufen könnte, möchte ich Ihnen hier vorschlagen:

Machen Sie aus der Wartezeit eine Wahrnehmungsübung:

Schauen Sie sich um, wählen Sie eine bestimmte Farbe aus – z.B. rot – und suchen Sie mit den Augen alle roten Gegenstände oder Produkte in Ihrem Umfeld. Vielleicht zählen Sie sogar, wie viele Sie finden.

Falls Sie nun noch etwas für Ihre Merkfähigkeit tun wollen:

Sie kommen nach Hause und haben alles gut verstaut. Setzen Sie sich hin, um in Gedanken nachzuverfolgen, welche roten Dinge Sie gesehen haben – wenn Sie mitgezählt hatten, umso besser für die eigene Kontrolle!

Diese Übung kann gerne auch variiert werden:

Warteschlangen gibt es nicht nur im Supermarkt, sondern auch vor Bürotüren, die Straßenbahn hat Verspätung, oder die Zeit im Wartezimmer beim Arzt wird zu lang (wenn das Handy in der Tasche bleibt…).

Nutzen Sie die kostbare Lebenszeit – ob in irgendeiner Warteschlange oder im Wartezimmer für einen aktiven Gedächtnis-Kick!

NEU: Grips-Tipps alle 14 Tage, heute: Buchstabieren beim Treppensteigen

Wir wissen alle, wie wichtig Bewegung für unseren Körper ist, doch denken wir kaum an die Bewegung in unserem Hirn. Um auch dieses großartiges Organ „auf Trab“ zu halten, gebe ich Ihnen ab und an Tipps für ein lebendiges, aktives Geschehen im Kopf. Viele Übungen sind in Kombination mit körperlicher Bewegung besonders effektiv! Die Tipps trainieren verschiedene Hirnleistungen wie Wortfindung, Merkfähigkeit, Konzentration, Kreativität, assoziatives und logisches Denken u.a.m.

Heute geht es darum, bei einer ganz bestimmten Bewegung die Konzentration und Merkfähigkeit anzuregen: Buchstabieren beim Treppensteigen

Sie gehen eine Treppe hinauf und jede Stufe bekommt den Buchstaben eines Wortes. Beginnen wir mit einem kurzen Wort, z.B. ROSE: Bei der ersten Stufe sagen Sie R, bei der zweiten O etc. Wenn Sie den Schwierigkeitsgrad erhöhen wollen, nennen Sie Wörter, die zum Thema passen, ROSE nehmen wir als Bezeichnung für Blumen:

R wie Ringelblume, O wie Osterglocke, S wie Stiefmütterchen, E wie Enzian

Je länger das Wort, umso schwieriger – versuchen Sie es auch einmal mit dem Wort GESUNDHEIT: Zunächst wieder das Wort selbst buchstabieren, bei einer weiteren Übung werden Wörter gesucht, die im weitesten Sinne mit diesem Thema zu tun haben, also Körperteile, Krankheiten etc.: G wie Galle, E wie EKG etc.

Wichtig: Diese Übung ist nur geeignet beim Hinaufgehen, beim Hinuntergehen könnten Sie vor lauter Denken stolpern! Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Gehirnschmalz bei dieser Alltagsübung, die Sie immer mal wieder tagsüber einbauen können!

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