Fraktion der Grünen informiert …

Nach den vorliegenden Planungen soll Thorr ein Zentrum des Kiesabbaus werden. Südlich von Thorr direkt auf der anderen Straßenseite Richtung Widdendorf soll eine 92 ha große Kiesgrube entstehen. Aus dem Antrag der Firma ML Mineral-Logistics GMBH &Co OHG aus Jülich geht hervor, dass 16.350.000 m³ Kies abgebaut werden sollen. Demnach würden ab 2021 jährlich 650.000 m³ Kies abgebaut, und das womöglich bis zum Jahr 2051. Es soll 45 m tief gebaggert werden. Täglich von 6-22 Uhr.

Dazu werden täglich bis zu 171 LKW in die Grube rein und wieder raus fahren. Das ergibt 342 Fahrten durch einen geplanten Kreisverkehr Römerstraße / L 276. Das sind 21 LKW Fahrten pro Stunde. Alle 3 Minuten einer. 50 m von den nächsten Häusern entfernt!

Einer Lärmprognose des Antragstellers zufolge sei kein Problem zu erwarten, weil die Grenzwerte für die Wohnbebauung deutlich unterschritten würden. „Die Bestimmung der Vorbelastung kann gemäß der TA Lärm entfallen, wenn die Geräuschimmissionen der Anlage die Immissionsrichtwerte um mindestens 6 dB unterschreiten.“ Man weiß also bisher nicht einmal, wie laut es heute ist.

Dass es lauter werden wird, steht für uns außer Zweifel. Am nördlichen Rand der Grube Richtung Thorr soll ein 8 Meter hoher Lärmschutzwall errichtet werden. Doch ohne eine Ermittlung der heutigen Lärmwerte kann   niemand wissen, was tatsächlich auf die Anwohner zukommen wird. Nach der auch vom Antragsteller vorgelegten Staubprognose ist natürlich auch kein Problem zu erwarten.

Doch diese riesige Kiesgrube reicht anscheinend manchem Technokraten noch nicht: Aus einer Karte der Bezirksregierung geht hervor, dass nordwestlich von Thorr eine weitere Kiesgrube geplant ist. Sie ist im Dreieck von A 61, B 477 und der Straße Obere Loh geplant.

Dadurch würde Thorr von 3 Seiten in die Zange genommen, Nordöstlich durch die Autobahn, nordwestlich und südwestlich durch die Kiesgruben. Und eine weitere Entwicklung des BP Thorr West würde verhindert.

Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen. Wir Grünen werden auf allen Entscheidungsebenen gegen die Ausweisung dieser zusätzlichen Kiesgruben stimmen. Wir werden insbesondere der Eintragung der beiden genannten Gruben als BSAB (Bereich für die Sicherung und den Abbau oberflächennaher nichtenergetischer Rohstoffe) in den Regionalplan nicht zustimmen.

Ohne diese Eintragung gibt es keine Rechtsgrundlage für Abbauanträge.

Gesendet von

Horst Lambertz​

Peter Hirseler​

Thomas Roos

Regionalrat und Kreisfraktion​

Stadtrat Bergheim​

Stadtrat Bergheim

Alle Planunterlagen sind öffentlich einsehbar:

https://www.rhein-erft-kreis.de/bekanntmachungen/artikel/bekanntmachung-ml-juelich

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