Stadtradeln 2026

Auch im Jahr 2026 beteiligt sich die Kreisstadt Bergheim wieder an der internationalen Kampagne STADTRADELN. Vom 02.09.2026 bis 22.09.2026 sind alle Bürgerinnen und Bürger, Vereinsmitglieder, Mitarbeitende in Bergheimer Unternehmen, Schülerinnen und Schüler sowie Kommunalpolitikerinnen und – politiker eingeladen, möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und gemeinsam ein Zeichen für nachhaltige Mobilität zu setzen.

Ziel der Aktion ist es, innerhalb von 21 Tagen möglichst viele Fahrradkilometer zu sammeln. Jeder geradelte Kilometer zählt – unabhängig davon, ob er auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, beim Einkaufen oder in der Freizeit zurückgelegt wird. Mit jeder Fahrt leisten die Teilnehmenden einen Beitrag zum Klimaschutz, fördern ihre Gesundheit und unterstützen eine fahrradfreundliche Verkehrskultur.

„Mit dem STADTRADELN möchten wir möglichst viele Menschen motivieren, das Fahrrad im Alltag häufiger zu nutzen. Jeder Kilometer, der mit dem Rad statt mit dem Auto gefahren wird, trägt zu mehr Klimaschutz, besserer Luftqualität und einer höheren Lebensqualität in unserer Stadt bei“, erklärt Volker Mießeler, Bürgermeister der Kreisstadt Bergheim.

Mitmachen ist ganz einfach: Interessierte können sich online registrieren, einem bestehenden Team beitreten oder ein eigenes Team gründen. Die gefahrenen Kilometer werden während des Aktionszeitraums online oder über die STADTRADELN-App erfasst. Die Kreisstadt Bergheim freut sich auf zahlreiche Teilnehmende und einen spannenden Wettbewerb um die meisten Kilometer. Gemeinsam soll ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt werden.

Anmeldung und weitere Informationen:
https://www.stadtradeln.de/bergheim 
https://www.stadtradeln.de/faq

Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs

Seit mittlerweile sieben Jahren warten die Bürgerinnen und Bürger der Kreisstadt Bergheim auf den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs. Der Bahnhof Bergheim, der derzeit aus zwei Außenbahnsteigen besteht, soll durch verschiedene Maßnahmen barrierefrei umgebaut werden. Vorgesehen sind unter anderem der Bau neuer Treppen, Rampen und Aufzüge, um den Zugang zu den Bahnsteigen künftig für alle Menschen besser zu ermöglichen. Die Kreisstadt Bergheim und die Stadtwerke Bergheim haben für diese abschließenden Arbeiten zur Barrierefreiheit schon lange alle Voraussetzungen geschaffen: Der für die Maßnahme erforderliche Aufzug mit zwei Kabinen wurde bereits bestellt und geliefert, der Einbau könnte unmittelbar erfolgen, ebenso wie der Bau der Rampe. Dennoch ist bis heute kein Baubeginn in Sicht.

Nach jahrelangen und intensiven Abstimmungen mit der Deutschen Bahn konnten im Juli 2025 und Januar 2026 die notwendigen Vertragswerke, darunter die Baudurchführungsvereinbarung und der Gestattungsvertrag, abgeschlossen werden. Damit wurde ein wichtiger Schritt für die weitere Umsetzung des Projektes erreicht, der Weg für die Umsetzung hätte damit frei sein müssen. Die Realität sieht jedoch anders aus.

Im weiteren Verlauf sind zusätzliche Abstimmungen, Prüfungen und technische Klärungen erforderlich. Die Stadtwerke Bergheim liefern angeforderte Unterlagen innerhalb kürzester Zeit und führen sämtliche Gespräche konstruktiv und lösungsorientiert. Aktuell wartet die Kreisstadt trotz mehrfacher Hinweise auf die besondere Dringlichkeit seit Monaten auf eine Antwort des Eisenbahn-Bundesamtes zu einer Planungsanfrage. Auch einzelne technische Detailfragen, wie beispielsweise Anschlusshöhen, konnten bislang noch nicht abschließend geklärt werden, obwohl die erforderlichen Unterlagen und Informationen seitens der Stadtwerke Bergheim bereitgestellt wurden. Ein verbindlicher Zeitplan für den Baubeginn ist daher weiterhin nicht möglich.

Bürgermeister Volker Mießeler dazu:  „Ich habe großes Verständnis für den Unmut der Bürgerinnen und Bürger. Mich erreichen regelmäßig Beschwerden dazu, dass der Bahnhof Bergheim noch immer nicht barrierefrei ist. Gerade für Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren, Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit Gepäck ist die aktuelle Situation seit Jahren eine große Herausforderung. Kein Verständnis habe ich für die ständigen Verzögerungen im Verantwortungsbereich der Deutschen Bahn und des Eisenbahn-Bundesamtes. Die Kreisstadt und die Stadtwerke Bergheim arbeiten seit Jahren mit höchstem Einsatz an diesem Projekt.

Wir liefern schnell und zuverlässig, was seitens der Bahn von uns verlangt wird. Trotzdem werden wir immer wieder ausgebremst. Nach jedem erledigten Schritt entstehen neue Anforderungen, neue Prüfungen und neue Verzögerungen. So kann man keine Infrastruktur modernisieren.

Natürlich wissen wir, dass größere Infrastrukturprojekte sorgfältige Abstimmungen und Genehmigungen benötigen. Gleichzeitig darf es nicht sein, dass ein hier vergleichsweise überschaubares Infrastrukturprojekt über Jahre hinweg in Genehmigungs- und Abstimmungsverfahren feststeckt.

Daher erwarte ich von der Deutschen Bahn und dem Eisenbahn-Bundesamt endlich ein konsequentes und lösungsorientiertes Handeln und dass die notwendigen Verfahren mit der erforderlichen Priorität weitergeführt werden. Den Ankündigungen müssen Taten folgen. Die Bürgerinnen und Bürger warten bereits lange genug.“

Hitzeportal der Kreisstadt Bergheim

Cool bleiben bei Hitze  – Bergheimer Hitzeportal zeigt kühle Orte 

Die hohen Temperaturen sind vorbei, die nächsten stehen bevor: Beim digitalen Hitzeportal finden
Bürgerinnen und Bürger praktische Tipps zum Umgang mit Hitze sowie eine Übersicht über kühle Orte und Refill-Stationen in der Innenstadt. So können sich Menschen unterwegs schnell orientieren, schattige Rückzugsorte finden und kostenlos ihre Wasserflaschen auffüllen.
Bürgermeister Volker Mießeler: „Bitte achten Sie auch auf Menschen in ihrer Umgebung. Gesundheitliche
Probleme infolge von Hitze sind schneller da als man glaubt.“

Mit dem Hitzeportal möchte die Stadt Bergheim kurzfristig Unterstützung bei Hitzewellen bieten und zugleich das Bewusstsein für gesundheitliche Risiken durch hohe Temperaturen stärken. Gerade ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen sind von extremer Hitze besonders betroffen.

Die Stadt empfiehlt: ausreichend zu trinken, direkte Sonne meiden und körperliche Anstrengungen möglichst in die Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Das Bergheimer Hitzeportal ist online abrufbar und wird fortlaufend erweitert.

Das Hitzeportal finden Sie unter
Hitzeportal | Kreisstadt Bergheim

Summer in the City 2026

Samstag, 11.07.2026, 18 Uhr in der Bergheimer Innenstadt – Eintritt frei
Motto: 1 Abend – 5 Bühnen – 9 Acts – 5 DJs

Am Samstag, den 11. Juli 2026 verwandelt sich die Bergheimer Innenstadt bei „Summer in the City“ ab 18 Uhr erneut in eine große Open-Air-Festivalfläche mit Musik, Unterhaltung und zahlreichen Bühnen. Als Top-Act des Abends steht unter anderem das erfolgreiche Elektro-Pop-Duo Glasperlenspiel auf der Hauptbühne. Am Sonntag, den 12. Juli 2026 lädt „Bergheim aktiv“ ab 13 Uhr dazu ein, die vielfältige Vereinslandschaft der Kreisstadt Bergheim kennenzulernen. Zahlreiche Bergheimer Vereine, Gruppen und Institutionen präsentieren ihre Angebote und geben Einblicke in ihre Aktivitäten. Wie gewohnt sorgen zahlreiche Angebote, darunter auch verschiedene Food- und Getränkestände, für die passende Versorgung während der Veranstaltungen. Ergänzend dazu bietet die Kreisstadt Bergheim, passend zu den für die Veranstaltungen angekündigten sommerlichen Temperaturen, zusätzliche kostenlose Angebote.

An beiden Veranstaltungstagen können die Besuchenden kostenlos Trinkwasser zapfen: Bei „Summer in the City“ befindet sich eine Trinkwasserstation in der Nähe der Einsatzzentrale im Bereich der Electric-Summer-Stage (Konrad-Adenauer-Platz). Während „Bergheim aktiv“ steht im Citybüro (Fußgängerzone, Hauptstraße 55) eine Trinkwasser-Zapfstelle zur Verfügung. Darüber hinaus werden auf dem Veranstaltungsgelände kostenlos Sonnencreme sowie Sonnenhüte, Sonnenbrillen und Fächer ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt, solange der Vorrat reicht.

„Wir freuen uns auf ein tolles Veranstaltungswochenende bei allerbestem Wetter in unserer Innenstadt. Bei den erwarteten sommerlichen Temperaturen bieten wir noch weitere zusätzliche Angebote, damit alle den Sommer in unserer City auch entspannt genießen und sich wohl fühlen können“, so Bürgermeister Volker Mießeler.

Summer in the City

Am Samstag, den 11. Juli 2026, verwandelt sich die Bergheimer Innenstadt bereits zum 16. Mal in eine große Open-Air-Festivalfläche: „Summer in the City“ lädt ab 18 Uhr bei freiem Eintritt zu einem unvergesslichen Sommerabend mitten im Herzen der Kreisstadt ein.

Unter dem Motto „1 Abend – 5 Bühnen – 9 Acts – 5 DJs“ erwartet die Besucherinnen und Besucher erneut ein vielseitiges Musikfestival für alle Generationen. Die Bergheimer City wird dabei zur stimmungsvollen Kulisse für ein abwechslungsreiches Programm aus Pop, Kölsch, Unplugged, World Music und elektronischer Musik.

Auf der Hauptbühne dürfen sich die Gäste in diesem Jahr auf ein hochkarätiges Line-up freuen. Als Top-Act des Abends steht das erfolgreiche Electro-Pop-Duo Glasperlenspiel auf der Bühne. Mit zahlreichen Chart-Hits wie „Geiles Leben“, „Ich bin ich“ oder „Echt“ gehört Glasperlenspiel seit Jahren zu den bekanntesten deutschen Pop-Acts. Das Duo begeistert mit modernen Electro-Pop-Sounds, eingängigen Melodien und energiegeladenen Liveshows, die Festivalstimmung garantieren. Ihre Mischung aus emotionalen Songs, tanzbaren Beats und mitreißender Bühnenpräsenz macht ihren Auftritt zu einem besonderen Highlight des Abends.

Bereits zuvor sorgt Knallblech für ausgelassene Stimmung auf dem Festivalgelände. Die bekannte Brassband steht für energiegeladene Live-Musik, moderne Bläsersounds und eine mitreißende Performance, die Party-Atmosphäre garantiert. Mit bekannten Hits in neuem Gewand, einer kraftvollen Bühnenshow und direktem Kontakt zum Publikum verwandelt Knallblech jede Bühne in ein musikalisches Erlebnis und sorgt für echte Festivalmomente mitten in der Bergheimer Innenstadt.

Mit dabei ist außerdem die Berliner Deutsch-Pop-Künstlerin LORI, die mit empowernden Songs, internationalen Pop-Vibes und modernen Sounds derzeit zu den spannenden Newcomerinnen der deutschen Popszene zählt. Mit mehreren Millionen Streams und energiegeladenen Liveshows bringt sie frischen Deutsch-Pop nach Bergheim.

Auch Fans elektronischer Musik kommen bei der „Electric Summer Stage“ voll auf ihre Kosten. Mit DJ Silent, Dirk Ranglack, AENNA CAELUM, Barbaros und DJ Dino präsentiert das Festival in diesem Jahr zahlreiche lokale und regionale Künstlerinnen und Künstler.

Auf der „New Vibes Stage“ treffen moderne kölsche Sounds auf handgemachte Livemusik. Die Backesband begeistert seit mittlerweile 35 Jahren mit ehrlicher kölscher Musik ohne „Netz und doppelten Boden“. Die Band aus Müntz verbindet kölsche Klassiker mit authentischer Live-Energie und steht seit Jahrzehnten für echte Musikleidenschaft. Mit Favorit steht außerdem eine junge Kölsch-Pop-Band auf der Bühne, die frische, moderne Sounds mit einer ordentlichen Portion kölschem Jeföhl verbindet. Ihre Songs entstehen mitten in der Kölner Südstadt und bringen neuen Schwung in die kölsche Musikszene.

Die „Unplugged Stage“ lädt mit Marc Johns und self-disCOVERy zu entspannten musikalischen Momenten in besonderer Atmosphäre ein.

Internationale Folk- und World-Music-Klänge bietet die „World Music Stage“ mit Paddy goes to Holyhead. Zusätzlich sorgt Walking-Act Florian Scholdan im Baustellenbereich der Innenstadt für musikalische Unterhaltung und überraschende Begegnungen.

Ein entspannter Festivalbesuch ist auch in Sachen Mobilität gesichert: Die REVG bietet am Veranstaltungstag von 17:00 bis 00:30 Uhr einen Sonderfahrplan mit zusätzlichen Fahrten an. Alle wichtigen Haltestellen rund um das Veranstaltungsgelände – Kreishaus, Rathaus und Am Knüchelsdamm – werden direkt bedient. So kommen alle Gäste bequem, sicher und stressfrei zum Festival und wieder nach Hause.

Stolpersteine wider das Vergessen

Zum siebten Mal sind in Bergheim Stolpersteine verlegt worden.  Mit dem Projekt erinnert der Künstler Gunter Demnig an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die kleinen Messingtafeln vor den ehemaligen Wohnhäusern halten die Erinnerung an die Opfer wach und geben ihnen ihren Namen und ihre Geschichte zurück. Stellvertretend für Gunter Demnig war Frank-Matthias Mann am Donnerstag, den 11. Juni 2026, zur Verlegung nach Glessen und Oberaußem gekommen. In einer Schweigeminute wurde Hermann Keller und  Wilhelm Demgenski gedacht.

“Diese Stolpersteine machen deutlich, dass hinter jedem Schicksal ein einzelner Mensch stand – mit einer eigenen Geschichte, einer eigenen Familie und einem eigenen Leben”, hob die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Hülsewig bei ihrem Rückblick hervor. Beide überlebten die Zeit des Nationalsozialismus – “was nicht darüber hinwegtäuschen darf, welches Unrecht ihnen widerfahren ist”, so Hülsewig.  Wie eine jüdische Herkunft war auch Krankheit Anlass für Ausgrenzung, Bevormundung und Freiheitsentzug. Auch dies war Teil des Systems der Entrechtung: Menschen mit bestimmten Diagnosen oder Behinderungen verloren häufig das Recht, selbst über ihr Leben zu bestimmen. Entscheidungen wurden ihnen entzogen, ihre Selbstständigkeit eingeschränkt und ihre Stimme zum Schweigen gebracht. Für viele Menschen bedeutete eine Einweisung in Arbeitslager, Heil- und Pflegeanstalten den Beginn eines Leidenswegs, manche überlebten ihn nicht.

Der Glessener Hermann Keller wurde am 23. März 1903 geboren. Im seinem Haus Nr. 71 in der Hohe Straße in Glessen ist heute eine Fahrschule. Am 18. Januar 1941 wurde der Landarbeiter als Grenadier in die Wehrmacht eingezogen. Im August 1943 wurde bei ihm erstmals Epilepsie dokumentiert. “Was für uns heute eine medizinische Diagnose ist, bedeutete in der Zeit des Nationalsozialismus weit mehr als eine Erkrankung”, so Hülsewig. Menschen mit Epilepsie galten nach der menschenverachtenden Rassenideologie der Nationalsozialisten als „lebensunwert“ und wurden ausgegrenzt, entrechtet und verfolgt. So waren sie z.B. von Zwangssterilisationen bedroht und liefen Gefahr, als Opfer der sogenannten „Euthanasie“ ermordet zu werden.

Nach einem Aufenthalt im Lazarett in Marburg wurde Hermann Keller im September 1943 aus dem Heeresdienst entlassen. Kurz darauf wurde für ihn der Metzgermeister Johann Matzerath, bei dem er wiederangemeldet wurde, als Vormund bestellt.  Am 17. November 1943 wurde Hermann Keller in die damalige Arbeitsanstalt Brauweiler eingewiesen. Einzelne Gebäude auf dem Gelände dienten in dieser Zeit als “Schutzhaftlager” und Gestapo-Gefängnis. Zahlreiche Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie Gegner des Regimes waren hier inhaftiert.

Wie Hermann Keller, der nach dem Krieg in Büsdorf und anschließend in Pulheim-Sinthern wohnte, hat auch Wilhelm Demgenski die Zeit des Schreckens überlebt.  Geboren wurde er am 16.06.1898 in Saarbrücken, später lebte er in der Bahnstraße 32 in Fortuna. Aus seiner ersten Ehe mit Odilia Rennefeld hatte er zwei Söhne: Alfons, geboren 1931 und Adolf Wilhelm, geboren 1933. Ab 1935 war der Hilfsarbeiter in verschiedenen „Heil- und Pflegeanstalten“, ab 1938 in der Arbeitsanstalt Brauweiler. 1941 wurde er nach Andernach überführt. Nach der Befreiung Deutschlands 1945 wurde er aus der Heilanstalt entlassen und heiratete 1953 noch einmal. Er starb 1972 in Worms. An sein Schicksal erinnert jetzt der Stolperstein vor dem Haus in der Richartzstraße 8 in Oberaußem. Die Verlegung in Glessen wurde durch den Förderverein “Schöneres Glessen” finanziert.

Förderverein wählt neuen Vorstand

Die Mitlieder des Fördervereins der Stadtbibliothek Bergheim haben bei ihrer jährlichen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige Vorstand wurde in einem einstimmigen Votum entlastet. Auf dem Foto sind von links nach rechts Petra Gerdau – Kassiererin, Eginhard Issinger – 1. Vorsitzender und Christa  Wolf – 2. Vorsitzende zu sehen. Die Figur “Paule” im Hintergrund, hatte übrigens am 06.06.26 seinen 22.sten Geburtstag.

Die Stadtbibliothek Bergheim ist mehr als eine innovative Bücherei. Sie ist ein Ort des Wissens und der Begegnung für die Menschen in und um Bergheim. Als Initiatorin und Motor gesellschaftlicher Prozesse und unterstützt sie Menschen unabhängig von Alter oder Herkunft bei der Erlangung von Lese- und Medienkompetenz. Zentrale Aufgabe des Fördervereins der Stadtbibliothek Bergheim ist es, die Stadtbibliothek mit personellen und finanziellen Mitteln zu unterstützen.

Gegründet 2012, hat sich der Vorstand des Fördervereins der Stadtbibliothek Bergheim zum Ziel gesetzt, die Weiterentwicklung stadtweiter Angebote der Stadtbibliothek auch in Zeiten knapper werdender öffentlicher Mittel zu fördern –  so z.B. durch die Finanzierung neuer Medien, Unterstützung des Sommerleseclubs, der Vorlesepaten oder Veranstaltungen, die Organisation des Bücherflohmarkts und Formate wie  LitTreff und LitSchreib. Außerdem ist der Förderverein Kooperationspartner der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz.

Alle Interessierten sind herzlich zum Mitmachen eingeladen.

Infos dazu auf der Seite des Fördervereins der Stadtbibliothek Bergheim. 

 

 

Eine alte Schachtel packt aus

 

 

 

 

 

 

Christa Wolf unterhält seit sechs Jahren als „Alte Schachtel“ ihr Publikum.  Sie nimmt es mit auf eine Entdeckungsreise der ganz eigenen Art. Mit Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Selbstironie
schildert sie die ganz alltäglichen und nicht so alltäglichen Abenteuer des Lebens. Begleiten Sie Christa Wolf am 23.07.2026 ab 15:30 Uhr auf Ihrer vergnüglichen Reise zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Kaffee und Kuchen in der Pause sind geplant.

Der Eintritt kostet 5 € – der Erlös kommt zu hundert Prozent der Stadtbibliothek zugute.

Karten gibt online bei der Stadtbibliothek Bergheim oder in der Buchhandlung Thalia Mayersche in Bergheim.

Vorsorgen für ein Leben im Alter zuhause

Präventive Hausbesuche: ein Bergheimer Beratungsangebot für ältere Menschen

Die meisten älteren Menschen wünschen sich bis ins hohe Alter eigenständig zuhause zu leben.
Welche frühzeitigen Vorsorgemöglichkeiten dafür bestehen, können Bergheimer Bürgerinnen und Bürger
ab 75 Jahren auf Wunsch bei einer ausführlichen Beratung im Rahmen eines Hausbesuches erfahren.
Wichtige Informationen sollen so, noch bevor erste Beeinträchtigungen bemerkbar werden und akuter
Hilfebedarf besteht, vermittelt werden.

Mit einem persönlichen Anschreiben auf dem offiziellen Briefbogen der Kreisstadt Bergheim werden die
Bürgerinnen und Bürger über das Angebot informiert. Die Briefe sind mit den Fotos und den Kontaktdaten
der Ansprechpartnerinnen versehen. Bei Interesse können die Angeschriebenen dann telefonisch oder
schriftlich einen Beratungstermin vereinbaren. Das Angebot ist für sie kostenfrei.

Mit der Durchführung der Beratung hat die Kreisstadt Bergheim das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Rhein-Erft
e.V. beauftragt. Aus organisatorischen Gründen werden die Briefe nicht alle auf einmal, sondern nach und
nach in die verschiedenen Bergheimer Stadtteile versendet.  Die Fachberaterin des DRKs, Frau Anne Schürner, führt die Beratung beim Hausbesuch durch. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle Älterwerden der Kreisstadt Bergheim.
Bei Interesse wenden Sie sich an

Marion Eckart / Fachstelle Älterwerden der Kreisstadt Bergheim
Tel.: 02271 / 89709
aelterwerden@bergheim.de
oder
Anne Schürner / DRK – Kreisverband Rhein-Erft e.V.
Tel.: 02271 / 606 101
anne.schürner@drk-rhein-erft.de

Schlossgeschichten zum Genießen

Neuer Veranstaltungsflyer BERGHEIMAT erschienen

Das kleine Erlebnismuseum in der Bergheimer Innenstadt bietet auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Kreisstadt Bergheim und vielen befreundeten Vereinen und Unterstützern ein abwechslungsreiches Programm mit über 16 ganz unterschiedlichen Aktionen an. Nach dem Tag der Offenen Tür anlässlich der Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Von Alaaf bis Zinter Mätes (St. Martin)“ geht es gleich weiter mit einer besonderen Erlebnisführung zum Thema Schlossgeschichten – keine klassische Führung, sondern ein fürstliches Frühstück. Danach tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der Schlösser und Burgen im Rhein-Erft-Kreis.

Beginnen Sie den Tag mit einem „fürstlichen Frühstück“ im Museum BERGHEIMAT, bei dem auch ein Glas Sekt nicht fehlen darf. In gemütlicher Atmosphäre lernen Sie die reiche Schloss- und Burgenlandschaft des Rhein-Erft-Kreises kennen – eine der wasserburgenreichsten Regionen Deutschlands.

Film- und Hörbeiträge sowie ausgewählte Exponate, darunter eine bedeutende Sammlung von Ritterrüstungen, ergänzen den Vortrag. So wird dieser Vormittag zu einem Erlebnis für alle Sinne. Keine klassische Führung, sondern Kultur zum Genießen und Entdecken.

Anmeldung unter https://city.bergheim.de/entdecken/fuehrungen/schlossgeschichten-zum-geniessen-erlebnisfruehstueck

Infos:
Datum: Do., 07.05.2026
Beginn: 10:00 Uhr
Treffpunkt: Museum BERGHEIMAT
Dauer: ca. 2 Stunden
Gästeführerin: Astrid Machuj
Kosten: 15,00 € p. P.
Hinweis: Die Veranstaltung findet im Obergeschoss des Museums statt, das über eine Treppe erreichbar ist.

Die Führung findet im Auftrag des Vereins Museum der Stadt Bergheim e.V. statt.

Weitere BERGHEIMAT-Programmhighlights 

In diesem Jahr gibt es zwei Tage der offenen Tür, einen zu Bergheim aktiv wieder in Form eines Ritterfestes mit mittelalterlicher Musik, einer Falknerei und vielen Aktionen für Jung und Alt und den anderen in Kombination mit dem Historienspiel um den großen Reitergeneral Jan von Werth und seiner Griet.  „Hierzu beginnen bald die ersten Proben, auf die wir uns alle sehr freuen,“ so die
Vorsitzende Astrid Machuj.  Am Tag des Denkmals darf man sich auf viele Informationen
über das alte Rittergut Haus Laach freuen. Thoas Irlenbusch hält einen Vortrag mit
vielen alten Bildern. Auch gibt es ein Konzert von dem Duo Hätz un Siel bei Bergheim
Live 4 you.

Für Familien mit Kindern stehen gleich mehrere Angebote zur Verfügung. So findet
Paules Grusel-Leseabend der Stadtbibliothek im Museum statt. In den Sommerferien
gibt es viele Führungen, in denen die Kinder die BERGHEIMAT auf eine andere Art
und Weise erleben dürfen. Im Herbst werden kostenlose Spuklesungen und
führungen für Schulklassen oder Familien angeboten, und auch die Führungen rund
um Schloss Paffendorf finden auch diesmal im Auftrag des Museumsvereins statt.

Alle Veranstaltungen sind ausführlich auf der Museums-Homepage zu finden. Die Programmbroschüre kann ab sofort im Ausgabekasten am Eingang des Museum oder während der Öffnungszeiten samstags zwischen 11.00 Uhr und 13.00 Uhr und sonntags zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr abgeholt werden.
Anmeldungen nimmt Astrid Machuj unter 02271 97380 oder info@museum-stadt-
bergheim.de entgegen. Auf Wunsch kann das Programm per Mail zugeschickt werden.

 

Aktive Ruhepausen für pflegende Angehörige

Fachtagung zur Demenzwoche

Unter dem Motto „Hinsehen. Helfen. Handeln“ lenkten bei der 8. Demenzwoche im Rhein-Kreis vom 18.04. bis zum 26.04.2026 rund 100 Aktionen und Veranstaltungen den Blick auf das Thema Demenz. Betroffene und pflegende Angehörige standen bei Vorträgen, Mitmachaktionen, kulturellen Angebote und Begegnungsformaten besonders im Fokus. Ziel der Demenzwoche war es, im Umgang mit der Erkrankung zu sensibilisieren, Wissen zu vermitteln, Vernetzung zu fördern und konkrete Unterstützung für Menschen mit Demenz sowie ihre pflegenden Angehörigen sichtbar zu machen. Angesichts einer steigenden Lebenserwartung und der damit wachsenden Zahl an Demenzerkrankungen sei es eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, Betroffene und ihre Familien nicht allein zu lassen und Teilhabe in der Gemeinschaft zu ermöglichen.

 Bewegen, begegnen, berühren

Bei einer Fachtagung im Kreishaus informierte die Alzheimer Gesellschaft Rhein-Erft-Kreis über Ergebnisse und besondere Erlebnisse aus dem Gemeinschaftsprojekt „Aktive Ruhepause“. Ins Leben gerufen 2023 zur präventiven Gesundheitsförderung pflegender Angehöriger gemeinsam mit dem Rhein-Erft-Kreis, ist ein vielseitiges, auf den Bedarf zugeschnittenes Angebot entstanden, das Gelegenheiten zu ganzheitlichen Sinneserfahrungen – Bewegung, Begegnung und Berührung – bietet. “Was sich wie ein Widerspruch anhört, ist unverzichtbar für die psychische und physische Gesundheit“, erläuterte Dr. Sibylle Schreckling, stellvertretende Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Rhein-Erft-Kreis das Konzept.

Angehörigenpflege könne körperlich wie seelisch sehr belasten, hob die stellvertretende Landrätin Gudrun Baer bei der Begrüßung hervor. Oft über Jahre hinweg kümmerten sich pflegende Angehörige – „der größte Pflegeverein Deutschlands“ – um das Wohl und die Gesundheit anderer, übernehmen Verantwortung, spenden Nähe und investieren Kraft und Zeit. Insbesondere die pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz sähen sich unter dem dauerhaften Druck, ständig in Bereitschaft zu sein. Zeit für sich selbst, für eigene Interessen, Erholung und Austausch mit anderen scheine kaum möglich, was nicht selten Überforderung und Einsamkeit, psychische und körperliche Gesundheitsprobleme verursache.

Im südlichen Rhein-Erft-Kreis bieten verschiedene Gruppen Entlastungsangebote für pflegende Angehörige an. Dazu gehören Tischharfenkurse, Senioren-Erlebnistanz und eine Reha-Sportgruppe für Menschen mit und ohne Demenz. Einen Einstieg in Eurythmie als wirksame Bewegungskunst und Therapieform vermittelt Iris-Poloczek-Jordan. Praktische Übungen brachten die Teilnehmenden im Kreishaus-Foyer aktiv zum Mitmachen. Durch Freude an Bewegung, Übungen zur Raumorientierung und Rhythmisierung werden Stresssituationen vermieden und Gedächtnis, Konzentration und Geschicklichkeit geschult. Wie Bewegung Resilienz fördert, zeigte Sportwissenschaftler Dr. Georg Schick in seinem Vortrag. Inspirierende Begegnungen ermöglicht darüber hinaus das Hürther Mehrgenerationenprojekt der Gruppe „Füreinander“, das Schülerinnen und Schüler mit ehrenamtlichen Betreuern von Menschen mit Demenz zusammenbringt.

Emotional berührend wirken die Tierbegegnungen, die der Gertrudenhof im letzten Jahr gemeinsam mit Ehrenamtlichen gestartet hat. Auch wenn Schaf Tiffany und die anderen Gnadenhof-Tiere diesmal zu Hause bleiben mussten, überzeugte Umweltpädagogin Nicole Antoine die Anwesenden im großen Sitzungssaal lebendig und anschaulich mit einem Plüschhuhn von der Wirksamkeit dieses ganzheitlichen Projekts.

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