Grünpaten geehrt

In einer feierlichen Veranstaltung am Freitag, den 17. April 2026 würdigte Bürgermeister Volker Mießeler das Engagement der über 270 Grünpatinnen und Grünpaten in Bergheim und lobte den Einsatz für die Pflege und Verschönerung der städtischen Grünflächen.

„Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist von unschätzbarem Wert und keineswegs selbstverständlich. Sie prägt das Erscheinungsbild unserer Kreisstadt in besonderer Weise“, so der Bürgermeister.  Bei der Veranstaltung im Bergheimer Rathaus konnten sich die Teilnehmenden über ihre ehrenamtliche Tätigkeit, den Artenschutz, die Biodiversität sowie über den Betriebshof der Kreisstadt Bergheim austauschen und informieren.
Neben einer Vielzahl an interessanten und spannenden Informationsständen gab es die Möglichkeit zu einem netten Austausch bei Kaffee und Kuchen.

Weitere Grünpaten gesucht

Der Bürgermeister betonte die Bedeutung des Ehrenamtes für eine grünere Stadt, mehr Bienenfreundlich
keit und Artenschutz aber auch für die Förderung der Biodiversität. „Die heutige Ehrungsveranstaltung ist
eine sehr gute Gelegenheit, um unseren Grünpatinnen und Grünpaten die besondere Wertschätzung für
dieses Ehrenamt auszudrücken und um in aller Form Danke zu sagen für diesen wichtigen Beitrag, der den
Menschen, die hier leben und der Pflege, Schönheit und Attraktivierung unseres gesamten Stadtgebietes zu
Gute kommt“, so Volker Mießeler.

Die Grünpatinnen und Grünpaten in Bergheim pflegen in den meisten Fällen städtische Beete oder Baum
scheiben vor ihrer Haustüre, an Straßen oder in öffentlichen Anlagen. Zudem schauen auch ehrenamtliche
Spielplatzpatinnen und Spielplatzpaten nach dem Rechten auf den über 100 Spielplätzen in Bergheim.
„Die Grünpatinnen und Grünpaten spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt und unterstützen den Betriebshof bei der Pflege der städtischen Anlagen. Es  ist schön zu sehen, wie diese sich zusammenfinden, um unsere Stadt grüner und lebenswerter zu gestalten, so Christian Linne, Leiter des Betriebshofes.

Wenn auch Sie Interesse haben, sich als Grünpate / Grünpatin oder Spielplatzpate/ Spielplatzpatin zu enga
gieren, dann melden Sie sich gern beim städtischen Betriebshof unter Tel. 02271/89-333 oder unter
betriebshof@bergheim.de.

Von Alaaf bis Zinter Mätes

Am 19.04.2026 ist die neue Ausstellung „Von Alaaf bis Zinter Mätes – Brauchtum, das sind wir” im Museum BERGHEIMAT feierlich eröffnet worden.

Thematisch dreht sich die Ausstellung – wie der Titel richtig vermuten lässt – um heimische Traditionen. Gezeigt wird anhand von Exponaten und Kurzfilmen, was in Bergheim über Generationen an heimischem Brauchtum gewachsen ist, was sich gewandelt hat oder auch verloren ging.

Nach dem offiziellen Teil fand noch ein Tag der offenen Tür statt. Für die musikalische Begleitung sorgte zunächst das Klarinetten-Ensemble der Musikschule der Kreisstadt Bergheim und ab 16.00 Uhr das Duo „Hätz un Siel”, alias Uwe Ulbrich und Martin Michalski. Neben Kurzführungen durch das Programm war Gelegenheit, an kleinen Aktionen wie dem Schmücken des Maibaums oder dem Basteln von kleinen Tischlaternen teilzunehmen.

Märchen für die Seele

Wegen Renovierungsarbeiten findet die Veranstaltung in der Remigius-Kirche statt

Veeh-Harfen Duo Birgit Kosanke und Judith Schmitz

Die Freie Märchenerzählerin Judith Schmitz taucht tief in die Vergangenheit ein und erzählt „Märchen für die Seele“ – Märchen aus aller Welt für Erwachsene, die einfach nur gut tun. „Märchen sind ein Spiegel, in dem wir unsere Seele betrachten können,“ hebt die ebenso empathische wie kreative Musikpädagogin und Gedächtnistrainerin aus Bergheim hervor.

Seit jeher sitzen Menschen aus aller Welt zusammen und erzählen sich Märchen und Geschichten voller Hoffnung und Liebe, Lebensweisheiten, die noch heute ihre Gültigkeit haben. “Nutzen Sie die Gelegenheit, kurzzeitig dem Alltag zu entfliehen und zu träumen – in Zeiten wie diesen ist das nötiger denn je”, so Judith Schmitz. Musikalisch werden die Märchen von Judith Schmitz und Birgit Kosanke auf der Veeh-Harfe begleitet.

Die Veranstaltung findet statt am Sonntag, den 26.04.2026 von 15:30- 17:00 Uhr. Durch die Renovierungsarbeiten in der St. Georgs Kapelle musste die Örtlichkeit kurzfristig in die Pfarrkirche St. Remigius, Kirchstr. 45, 50126 Bergheim verlegt werden.  Der Eintritt ist frei, Hutspenden zugunsten der Kulturkapelle St. Georg sind herzlich willkommen.

www.kopf-note.de

Zeitreise-Ausstellung eröffnet

Mitsingkonzert und Geschichtenwerkstatt im Anton-Heinen-Haus

TimeSlips ist ein kreatives Gruppenangebot für Menschen mit Demenz, die anhand von Bildern und gezielten Fragen zum Erzählen gebracht werden. Erfunden in den USA, stärkt die Methode das Selbstwertgefühl der Teilnehmenden, hebt die Laune und baut Verhaltensauffälligkeiten und Unruhe ab. Auch die Einstellung der Betreuenden ändert sich: Sie sehen nicht mehr den alten, hinfälligen Menschen, sondern stellen fest, wie viel Witz, Fantasie und Einfallsreichtum in ihren Patienten steckt.

Im Rahmen eines spannenden neuen Projekts der Lokalen Allianz in der Kreisstadt Bergheim hat Musikpädagogin und Gedächtnistrainerin Judith Schmitz in Pflegeeinrichtungen und Privathaushalten viele solcher schönen Geschichten aus dem Leben gesammelt. „Es ist, als ob man einen Schalter umlegt: Selbst Menschen, die nur noch wenige Wörter sprechen können, werden angesichts der Bilder aktiver und offener, die Stimmung hebt sich – eine wunderbare Mischung von Lebenswissen, positiven und stärkenden Gefühlen, miteinander reden, nachdenken und gemeinsam kreativ werden kommt in Gang“, beschreibt Judith Schmitz die TimeSlips-Methode.

„Das sind Kinder – Mädchen. Die tragen Strumpfhosen, ein langes Kleid. Die Strumpfhosen haben früher immer so gekratzt. Sie sind in ihren Sonntagskleidern, stolz und zufrieden. Aber zu meiner Zeit 1934 hatte ich solche Kleider nicht.“ So beschreibt Frau B. aus Bergheim das alte Schwarz-Weiß-Foto, das Judith Schmitz ihr mitgebracht hat. Ein anderes Foto zeigt ein Geschwisterpaar, das sich gemeinsam ein Buch anschaut und dabei einen Apfel isst. Herr S. aus Paffendorf, Jahrgang 1944, bringen „Greta und Luisa“ zum Schmunzeln: „Die Äpfel habe ich früher geklaut – ich bin ja auf nem Schloss groß geworden. Wir hatten Obstwiesen. Obstwiesen und Apfelplantagen. Da sahen die Mädchen so aus in meinen Kindertagen. Die waren damals aber frecher wie heute die. Also, die ich kenne, konnten ganz schön biestig sein.“

Unter dem Titel „Zeitreise – Wenn die Erinnerung erwacht“ ist die Ausstellung mit Geschichtenwerkstatt in Kooperation mit dem Katholischen Bildungsforum Rhein-Erft am Freitag, 17. April 2026 zum Auftakt der 8. Demenzwoche im Rhein-Erft-Kreis mit einem Mitsingkonzert feierlich eröffnet worden. Christoph Schlüssel am Klavier, Monika Thelen am Akkordeon und Judith Schmitz als Sängerin ließen ihr Publikum auch musikalisch in die Vergangenheit eintauchen und bei alten Schlagern und Volksliedern von der Jugend und ersten Liebe träumen. Eine besondere Verbindung hat Moderatorin Christa Wolf zu der Schau: Das Titelfoto ist 105 Jahre alt und zeigt ihre Großeltern mit ihrer Mutter als Kind. „Sie hat sich so gerne an früher erinnert.“

Die Ausstellung der Lokalen Allianz ist noch über die Demenzwoche hinaus bis zum 8. Mai 2026 im Anton-Heinen-Haus, Kirchstr. 1b, 50126 Bergheim zu sehen. Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr, und Montag bis Donnerstag 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr. Das Anton-Heinen-Haus bietet darüber hinaus am Donnerstag, 23. April 2026 von 15-16:30 Uhr eine Führung mit Judith Schmitz an. Die daraus entstehenden Geschichten erhalten einen Platz in der Zeitreise-Ausstellung.

8. Demenzwoche im Rhein-Erft-Kreis gestartet

Ehrung für die „Pflegehelden des Jahres“

(v.r.) Karin Huck, Abtl. Pflege im Rhein-Erft-Kreis und  Änne Türke vom Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz und die Laudatoren Christian Potthoff (4. v. r.) und Oliver Rademacher (l.) von der IG Pro Pflege ehren die “Pflegehelden des Jahres” 

„Demenz: Hinsehen. Helfen. Handeln“ ist das Motto der 8. Demenzwoche im Rhein-Kreis, die in der Zeit vom 18.04. bis zum 26.04.2026 wieder in Kooperation mit dem Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz für Köln und das südliche Rheinland stattfindet. Vorträge, Mitmachaktionen, kulturelle Angebote und Begegnungsformate dienen der Aufklärung und Vernetzung und sollen zeigen, wie ein Leben mit Demenz aktiv und selbstbestimmt gestaltet werden kann. Zur feierlichen Eröffnung kamen Akteure aus Pflege, Ehrenamt, Kultur, Bildung und Politik am Samstag, 18. April 2026, im Kreishaus Bergheim zusammen.

„Über die Krankheit sprechen ist schon selbstverständlicher geworden, dennoch dürfen wir nicht aufhören, Verständnis zu zeigen und Betroffenen Unterstützung zu bieten“, hob Dezernentin Marion Groß bei der Begrüßung hervor. Organisiert von der Interessengemeinschaft Pro Pflege Rhein-Erft wurde erstmals die Auszeichnung „Pflegeheld des Jahres“ zur Würdigung besonderen Engagements in der Pflege verliehen. Albin James vom Alexianer Johannesstift, Anzelika Stankiewitz vom Münch-Stift-APZ und Mandy Jonszies vom Pflegedienst Lützenkirchen belegten die ersten drei Plätze in der Kategorie „Auszubildende“. Barbara Gazdzik von Home Instead, Ridvan Sisman, Diakonie Michaelshoven, und Sarah Frohn, Palliativteam SAPV, gewannen in der Kategorie „Pflege“.

„Ihr Superhelden-Umgang ist die Arbeitskleidung, ihre Superkraft Mitgefühl und Stärke trotz besonderer Herausforderungen“, so Christian Potthoff, der mit Oliver Rademacher die Ehrung vornahm. Dasein trotz Flutkatastrophe, Schwierigkeiten mit der Deutschen Sprache, als alleinerziehende Mutter, pflegende Angehörige oder an der Seite eines Sterbenden – die Ausgezeichneten hätten ihren unverzichtbaren Job mit herausragender Menschlichkeit und Professionalität bewältigt. Unterstützt wurde die Preisverleihung von der Wibu Münster, die das Preisgeld in Höhe von jeweils 500, 300 und 200 Euro für die ersten drei Plätze stifteten.

 Richtig alt werden

Prof. Dr. Cristina Polidori, Leiterin der Klinischen Altersforschung an der Uniklinik Köln, informierte über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Demenzforschung und Möglichkeiten für den Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit. „Das Demenzrisiko steigt mit dem Alter, den fortschreitenden Funktionsverlust des Gehirns können wir jedoch beeinflussen“. Faktoren wie Einsamkeit, Inaktivität, Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes beschleunigen die Krankheit ebenso wie Stress, Alkohol und Rauchen. Soziale Kontakte, Bewegung, gesunde Ernährung, Schlaf und ausreichend Flüssigkeit helfen dabei, „richtig alt zu werden“, so die Ärztin. Thema von Dozentin Antje Köhler von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft war „Die weiße Trauer – Abschiednehmen mitten im Leben“ . Für mehr Leichtigkeit im Umgang mit der Krankheit Demenz plädierte TV-Moderatorin und Autorin Sophie Rosentreter. Für die musikalische Untermalung sorgte der AWO Demenzchor Stommeln.

 

Zeitreise – Wenn die Erinnerung erwacht

Geschichten erzählen – das ist von jeher eine Domäne der älteren Generation. Im Rahmen eines neuen Projekts der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz hat Musikpädagogin und Gedächtnistrainerin Judith Schmitz nach der amerikanischen TimeSlips-Methode anhand von ausgewählten Fotos in Pflegeeinrichtungen und Privathaushalten Geschichten aus dem Leben gesammelt, die Erinnerungen wecken, Fantasie und Kreativität anregen. Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung mit Geschichtenwerkstatt lädt die Lokale Allianz am Vortag der Demenzwoche, Freitag den 17. April 2024 von 15 – 16:30 Uhr zum großen Mitsingkonzert mit Judith Schmitz an der Gitarre, Christoph Schlüssel am Klavier und Monika Thelen am Akkordeon ein – Erinnerungspflege und Seelenmassage für alle Interessierten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen in geselliger Runde zu verweilen und die Ausstellung zu besichtigen. Gäste aus Pflegeeinrichtungen, Tagespflegen und allen Interessierten sind herzlich willkommen.

Die Ausstellung der Lokalen Allianz ist über die Demenzwoche hinaus bis zum 08. Mai 2026 zu den Öffnungszeiten des Anton-Heinen-Hauses, Kirchstr. 1b, 50126 Bergheim von Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und Montag bis Mittwoch von 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird unter stadtbibliothek@bergheim.de gebeten.

 

 

 

 

 

 

 

Stadtführungen starten in neue Saison

Am 11. April starten die Bergheimer Stadtführungen in die diesjährige Saison. Insgesamt 27 Veranstaltungen werden angeboten, darunter historische Stadtführungen, Kirchenführungen, geführte Radtouren, Natur- und interaktive Erlebnisführungen sowie Führungen für Kinder und Familien.

Seit vielen Jahren arbeitet die Stadtverwaltung mit geschulten, lokalen Gästeführerinnen und Gästeführern
zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihre Stadt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu präsentieren und ihr Expertenwissen mit Gästen und Einheimischen zu teilen. Neben bekannten und beliebten Formaten wurden auch neue Führungen entwickelt. So werden erstmals eine Nachtwächterführung für Kinder, ein Erlebnisfrühstück mit „Schlossgeschichten“ und ein Abend rund ums rheinische Brauchtum angeboten.

Das Programm beginnt am 11. April mit einer besonderen historischen Führung: „Bergheim in 90 Minuten“.
Bei diesem Stadtspaziergang gibt Gästeführerin Astrid Machuj einen Überblick in die wechselvolle Historie
der Kreisstadt Bergheim und stellt dabei verschiedene Bauten, Skulpturen und Denkmäler vor. Doch nicht
nur das: es bietet sich auch die seltene Gelegenheit, die Innenräume des imposanten Aachener Tors und den
jüdischen Friedhof zu besichtigen. Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr und kostet 6,00 Euro pro Person.

Am 30. April findet im Café Verweilchen das gemütliche „Anekdötchenfrühstück mit Prosecco“ statt. Astrid
Machuj berichtet von der Geschichte des Gebäudes, denn es handelt sich hier um das älteste Haus der Stadt.
Dabei erzählt sie Anekdoten von den Frauen, die hier lebten. Die Teilnehmenden sind zudem eingeladen,
Fragen zu Bergheims Historie zu stellen und damit das Gespräch mitzugestalten. Die Veranstaltung beginnt
um 10.00 Uhr und kostet 17,50 Euro pro Person.

Alle Informationen zum diesjährigen Programm sowie die Möglichkeit zur erforderlichen Anmeldung finden
sich unter city.bergheim.de/entdecken/fuehrungen. Die Programmbroschüre für 2026 kann außerdem ab
sofort bei der Stadtverwaltung Bergheim, unter Stadtfuehrung@Bergheim.de oder unter Tel. 02271 89 250
angefordert werden.

Aktive Ruhepausen für Angehörige

Ergebnisse aus dem Projekt am 24.04.2024 im Kreishaus

Betreuungsangebot der Hürther Gruppe Füreinander

„Aktive Ruhepausen“ helfen pflegenden Angehörigen, selbst gesund zu bleiben und die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren. Gestartet 2023 von der Alzheimer Gesellschaft und dem Rhein-Erft-Kreis, steht das Präventionsprojekt anlässlich der Demenzwoche im Mittelpunkt einer Fachtagung. Unter dem Motto „Begegnen, bewegen, berühren“ können sich pflegende Angehörige, Demenzbetroffene, Pflegekräfte und andere Interessierte am Freitag, 24. April 2026 von 10 bis 13 Uhr im Großen Sitzungungssaal im Kreishaus in Bergheim, Willy-Brandt-Platz 1 über Erlebnisse und Ergebnisse des Projekts informieren. Auf dem Programm stehen die Themen Selbstfürsorge und Resilienz, Gesundheitsförderung durch Eurhythmie und emotionale Aktivierung mit Tierbegegnungen. Um Anmeldung wird unter info@schreckling.eu und pflegeselbsthilfe@gmx.de gebeten.

Ehrenmatliche ermöglichen Tierbegegnungen für Menschen mit Demenz

„Was sich wie ein Widerspruch anhört, ist unverzichtbar für die psychische und physische Gesundheit“, so Dr. Sibylle Schreckling, stellvertretende Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Rhein-Erft-Kreis. Eigene Bedürfnisse würden oft hintenangestellt, was längerfristig zu eigenen Erkrankungen und Überlastung führen könne. „Hilfe anzunehmen sollte nicht als Schwäche angesehen werden, es ist wichtig, auch einmal etwas für sich zu tun und die Akkus wieder aufzuladen.“  Im südlichen Rhein-Erft-Kreis bieten verschiedene Gruppen Entlastungsangebote für pflegende Angehörige an. Dazu gehören Tischharfenkurse, Senioren-Erlebnistanz und eine Reha-Sportgruppe für Menschen mit und ohne Demenz. Einen Einstieg in Eurhythmie als Bewegungskunst und Therapieform vermittelt Iris-Poloczek-Jordan. Durch Freude an Bewegung, Übungen zur Raumorientierung und Rhythmisierung werden Stresssituationen vermieden und Gedächtnis, Konzentration und Geschicklichkeit geschult.

www.alzheimer-gesellschaft-rhein-erft-kreis.de

Gemeinsam puzzeln in der Stadtbibliothek Bergheim

Neues Angebot im Rahmen von Inklusion und Teilhabe

Wenn Menschen gemeinsam handeln, stärkt das das Miteinander und das natürliche Gespür
füreinander – eine wesentliche Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben. Die positive Wirkung
gemeinsamen Puzzelns hat auch eine Studie der Universität Wien belegt.

„Wenn zwei Personen gemeinsam eine Aufgabe lösen, synchronisieren sich ihre Bewegungen deutlich stärker als bei Einzelarbeit. Kooperation fungiert als sozialer Klebstoff“, fasst das Forschungsteam der
Universität Wien zusammen.  Die Abteilung Inklusion und Teilhabe der Kreisstadt Bergheim greift diese Erkenntnis auf und startet ein Puzzle-Projekt in Kooperation mit der Stadtbibliothek Bergheim. In der Bergheimer Stadtbibliothek besteht ab dem 18. März die Möglichkeit, gemeinsam an einem Puzzle zu arbeiten.

Der Förderverein der Stadtbibliothek hat das erste Puzzle anfertigen lassen und zur Verfügung gestellt. Es zeigt das Aachener Tor, das Bergheimer Wahrzeichen, im Frühling.  Interessierte finden zu den Öffnungszeiten im Erdgeschoss der Bibliothek einen Tisch, an dem sie an
der Aktion teilnehmen können.

Auch eigene Puzzles können mitgebracht werden. Auf dem Tisch ist
Platz für maximal zwei größere Puzzle, die nebeneinander bearbeitet werden können.
Anfragen gerne per E-Mail an stadtbibliothek@bergheim.de oder telefonisch unter 02271/89380

Zeitreisen in die Regionalgeschichte

Neues Online-Portal der Archive Rhein-Erft-Rur

Fotos: Andrea Floß

Stadtarchive haben den Ruf, mit verstaubten Aktenbergen und unleserlichen Dokumenten in dunklen Kellern nur ein sehr spezielles Publikum anzuziehen. Dabei lagern in den Magazinen der Kreise Rhein-Erft und Düren Rur wahre Schätze mit einzigartigen Zeugnissen zur Regionalgeschichte.

Anhand ausgewählter Bestände ermöglicht ein neues, gemeinsam erarbeitetes Online-Portal einen modernen Zugang zu den historischen Quellen und macht sie in zwei virtuellen Ausstellungen öffentlich zugänglich. Mit einer feierlichen Veranstaltung im Ratssaal der Kreisstadt Bergheim wurde das Portal am Donnertag, 5. März 2026 vorgestellt. An verschiedenen Medienstationen erhielten die Teilnehmenden anschließend Gelegenheit, die Inhalte selbst zu erkunden und auf Zeitreise zu gehen.

Lena Delbach (Mitte r.), Leiterin des Bergheimer Stadtarchivs, gehört mit zum Ausstellungsteam.

Die lebendige Vermittlung soll vor allem junge Menschen für die Heimatgeschichte begeistern, so Andrea Lehmann Pedyna, Dezernentin für Jugend, Bildung und Ordnung. Den Anfang machen zwei Themen: „Krieg und Frieden. Die Region Rhein-Erft-Rur von 1944 – 1946“ entstand anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes und lässt anhand von Fotografien, Dokumenten und Zeitzeugenberichten die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs und die unmittelbare Nachkriegszeit in der Region zwischen Herbst 1944 und Sommer 1946 miterleben. Hunger, Elend und Tod, aber auch Hoffnung auf eine bessere Zukunft prägten diese Zeit. Die zweite Ausstellung „Shalom Chaverim. Jüdisches Leben in der Region Rhein-Erft-Rur“ zeigt das kulturelle Leben in den Gemeinden ebenso wie Verfolgung, Verlust und Erinnerung. Ergänzt wird das Online-Portal durch einen begleitenden Blog, in dem regelmäßig vertiefende Beiträge veröffentlicht werden. Das Portal soll kontinuierlich erweitert werden.

„Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen“, findet Mohammad Hossain Nejad, Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Für die Recherchen zu einer Facharbeit ist der 18-Jährige tief ins Pulheimer Stadtarchiv eingetaucht und hat Schulchroniken aus Sinthern und Sinnersdorf durchforstet. Schülerinnen und Schülerinnen des Frechener Gymnasiums erforschten das Alltagsleben junger Menschen zwischen Herbst 1944 und Sommer 1946 und lernten, dass ihre Altersgenossen viel zu früh erwachsen werden mussten – „keine Likes, kein Streaming, aber jede Menge Verantwortung“, so ihr Fazit.

www.archive-rer.de

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