Demenzgeschichten: „Mein Erlebnis“

Im Sommer 1928 war ich zum ersten Mal in der Eifel, mit meiner Mutter und den beiden Schwestern, die schon etwas älter waren. Mittags kam der Opa vom Feld. Beim Mittagessen fiel auf, dass der Hund, vor dem ich Angst hatte, fehlte. Nach langem Rufen und Suchen war der Hund immer noch nicht da. Dann merkte der Opa, dass seine Jacke auch nicht da war. Er hatte sie ausgezogen und an den Rand abgelegt. Nun wusste er auch, wo der Hund war. Ich konnte das alles nicht verstehen und erst viel später begreifen. Opa ging dann beide holen.

Nun wusste ich, was „ein feiner Hund“ heißt.

G. Bauerfeind, 94 Jahre, AWO-Seniorenzentrum Quadrath-Ichendorf 

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