Demenz – dieses schreckliche Wort

„Romys Salon“ – ein toller Film und ein tolles Buch

Im Kino ist gerade „Romys Salon“ angelaufen – ein Kinderfilm nach der Buchvorlage der niederländischen Autorin Tamara Bos. Den Film habe ich noch nicht gesehen, das Buch kann ich nur jedem empfehlen. Worum geht’s?

Romy ist zehn Jahre alt und muss nach der Schule zu ihrer Oma Stine, die einen Friseursalon hat. Nach der Trennung von ihrem Vater hat ihre Mutter nicht so viel Zeit und muss arbeiten. Romy ist nicht gern bei ihrer Oma – sie ist immer so streng. Aber dann erlebt das Mädchen hautnah mit, wie die Krankheit Demenz die alte Dame immer mehr verändert und ein Umzug ins Pflegeheim unumgänglich wird. Oma Stine vergisst immer mehr Dinge, erinnert sich dafür aber um so lieber an ihre Kindheit in Dänemark und die Ferien am Meer. Das Mädchen unterstützt ihre Oma, wo sie kann, damit niemand etwas merkt.  Aber als Stine plötzlich im Nachthemd im Salon steht, nehmen die Dinge ihren Lauf.

„Das hier ist auch eine traurige Geschichte. Aber irgendwie auch nicht“, heißt es im Vorwort. Denn es ist eine Familiengeschichte, wie sie überall vorkommen könnte. Und dann wünscht man sich eine so liebevolle Enkelin, die sich so mitfühlend um ihre Oma kümmert. Letzendlich bringt die Krankheit alle einander wieder näher. „Wir verstehen uns jetzt viel besser. Oma wohnt noch immer im Weidenhof. Aber wir sorgen dafür, dass ihre letzte Zeit eine schöne Zeit wird.“ So sollte es sein.

Tamara Bos: Romys Salon. Gerstenberg. 176 Seiten. 19,90 Euro.

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