Fünf Übungen für Achtsamkeit …

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ATMEN
Zum Einstig jeder Meditation versuchen Sie, drei Minuten nur auf den Atem zu achten. Setzen Sie sich aufrecht, aber bequem hin und schließen die Augen. Konzentrieren Sie sich ganz auf Ihren Atem. Nicht kontrollieren, sondern nur fließen lassen und beobachten. Fühlen Sie, wie der Brustkorb sich hebt und senkt, wie der Atem in den Körper hinein- und wieder herausströmt. Falls der Gedanke kommt, dass es eigentlich sinnlos sei, dazusitzen und den eigenen Atem zu beobachten, sagen Sie sich, dass das nur ein Gedanke Ihres urteilenden Verstandes ist.
Lassen sie ihn los und fühlen Sie wieder den Atem.
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IM LIEGEN
Legen Sie sich bequem auf den Rücken, angenehm warm, Augen geschlossen. Zuerst wieder das achtsame Atmen. Nun nehmen Sie Ihren Körper als Ganzes wahr. Beginnen Sie mit den Zehen des linken Fußes. Atmen Sie bis in die Zehen hinein und wieder hinaus. Welche Empfindungen gehen von Ihren Zehen aus? Dann ganz langsam Punkt für Punkt des Fußes, des Beines, des Körpers durchscannen. Nehmen Sie sich wirklich Zeit, sehr genau jede Körperregion zu erkunden. Falls die Gedanken abschweifen, einfach wieder am letzten Punkt ansetzen. Geben Sie nicht auf, sondern üben Sie an sechs Tagen in der Woche, je 45 Minuten.
Erst nach 2 Wochen können Sie in Ruhe entscheiden, ob es sich für Sie lohnt, weiterzumachen.
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IM SITZEN 
Wählen Sie eine Sitzposition, die Sie eine Weile gut aushalten können, aufrecht, jedoch entspannt. Kopf, Nacken und Rücken sollen eine gerade Linie bilden. Wenn Sie auf einem Stuhl sitzen, stellen Sie die Füße fest auf den Boden und lehnen Sie den Rücken nicht an, sondern halten ihn aus eigener Kraft aufrecht.
Wenn Sie auf dem Boden sitzen, schieben Sie ein Kissen unter. Beginnen Sie wieder 10 Minuten mit der Beobachtung des Atems. Mit der Zeit verlängern Sie die Sitzungen, bis Sie eine halbe Stunde oder länger am Stück sitzen können.
Ziel ist es, den inneren Gedankenstrom zur Ruhe zu bringen. Dazu kann ein sog. Mantra beitragen, ein Wort, welches Sie immer wiederholen. Das Wichtigste ist das tägliche Üben. Selbst wenn es nur kurz ist, hat es eine heilende Wirkung.
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IM GEHEN
Bei der Gehmeditation geht man nicht, um irgendwohin zu kommen, sondern um des Gehens willen. Beginnen Sie mit sehr langsamen Gehen und achten darauf, wie Sie Ihren Fuß auf den Boden setzen, das Gewicht verlagern, wie der andere Fuß nach vorne bewegt wird…. wie die Bodenbeschaffenheit ist. Nicht auf die Füße schauen, einfach sehr achtsam auf das Wunder jeden einzelnen Schrittes achten und dabei die Gedanken wieder einfangen, wenn sie abdriften.
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IM ALLTAG
Versuchen Sie immer häufiger und immer länger in der Achtsamkeit zu bleiben. Jede Handlung, jede Arbeit, jedes Erlebnis kann dazu dienen, egal ob es Unkraut jäten ist oder eine Bahnfahrt. Versuchen Sie, jedem Moment Ihres Lebens bewusst zu begegnen und seien Sie geduldig mit sich… es bedarf einiger Übung.
Aber es füllt Ihre Tage mit mehr Leben und kann ein Schlüssel sein für mehr Gesundheit und Zufriedenheit.
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