Demenz darf kein Tabu sein

3. Demenzwoche im Rhein-Erft Kreis vom vom 15.-24. April 2016.
„Demenz darf kein Tabu sein“ – unter diesem Motto steht auch die 3. Demenzwoche im Rhein-Erft-Kreis. Schon zur Tradition geworden ist, dass die Durchführung flächendeckend im gesamten Kreisgebiet in Kooperation mit dem Demenz-Servicezentrum Region Köln und das südliche Rheinland erfolgt. Im Rhein-Erft Kreis arbeiten bereits viele Organisationen, Einrichtungen, Vereine und freiwillig Engagierte zusammen, um Menschen mit Demenz entsprechend deren Lebenssituation und Alter möglichst viele Chancen zu eröffnen, ihre Potenziale und Fähigkeiten zu erkennen und ihre Situation zu verbessern. In Würde bei qualitativ hochwertiger Versorgung und Pflege altern zu dürfen, ist das Ziel.

Betroffene, pflegende Angehörige, haupt- und ehrenamtlich Pflegende – kurz, alle Interessierten bringen sich ein und machen deutlich: Demenz geht alle an. Das bunte Programm reicht vom Flashmob bis zum Demenz-Lauf, Ausstellungen von bekannten Künstlern wie Peter Gaymann und Michael Hagedorn , „Wir tanzen wieder“ und anderen Aktionen. Das Seniorenportal steuert sein Demenz-Quiz bei und lädt ein, sich über die vielfältigen Aktionen der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz in Bergheim zu informieren.

Demenz ist kein Makel

Obwohl bereits so viele Menschen betroffen sind, zählt dieses Thema immer noch zu den großen Tabuthemen unserer Zeit. Angst und Unsicherheit bestimmen das öffentliche Bild der Krankheit. Insbesondere Themen wie auffälliges Verhalten, Verlust von Wirklichkeitsbezug, Sprache und Alltagsfähigkeit, Mangelernährung oder chronische Schmerzen bei Betroffenen werden ungern angesprochen.

Intensive Aufklärung und Sensibilisierung der Menschen vor Ort kann die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen spürbar verbessern. Nötig sind soziale Netze, in denen Angehörige, Freunde und Nachbarn Unterstützung leisten, denn Menschen mit Demenz bedürfen sozialer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – haben Anspruch, in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt zu werden.

„Betroffene leben in ihrer eigenen Welt. Dennoch benötigen sie Nähe und Wertschätzung, brauchen Kontakt zu anderen Menschen. Menschen mit Demenz sind jedoch nur „erreichbar“, wenn wir den richtigen Zugang finden“, so der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Michael Kreuzberg. Demenz darf sein – Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige dürfen nicht allein gelassen werden. Schritt für Schritt werden Pflege und Betreuung von Betroffenen zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.

Mehr Infos auf den Seiten: Pflege im Rhein-Erft-Kreis
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