Januar 2020 Archiv

Demenzgeschichten – Der Verstorbene

Der Großvater hatte einen Bruder. Der Bruder mit Namen Theophil war von Beruf Lungenfacharzt. Eines Tages hatte er sich mit Typhus infiziert und starb daran. Er war Junggeselle.

Früher war es üblich, dass im großen Saal aufgebahrt wurde. Der Sohn vom Großvater war Student und kam an diesem Tag volltrunken nach Hause, verfehlte sein Zimmer …

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Demenzgeschichten „Donau, so blau!“

In einem 30 Seelen Dorf geboren, war die Stadt eine Herausforderung, die Großstadt ein Abenteuer.

Unschlüssig steht sie auf der großen Kreuzung. Um sie herum brandet der Verkehr. Die Luft ist durchdrungen von Abgasen. Zögernd setzt sie einen Schritt auf die Fahrbahn, schreckt zurück, versucht es erneut, schreckt zurück, strafft sich schließlich und lässt sich …

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Demenzgeschichten – Ein Leben

Ich heiße Else. Der Name hat mir nie gefallen. Viel lieber hätte ich Isadora geheißen, wie die große Duncan. Ich habe gerade einen runden Geburtstag gefeiert, mit Kind und Kegel, wie man sagt. Abends waren wir im Theater bei einer Ballettaufführung. Mein Gott! War das schön. Die Tänzerinnen in ihren Tütüs beim Spitzentanz und die …

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Demenzgeschichten – „Ich muss zurück“

Ein kleiner Ort im Erftkreis vor den Toren Kölns, mit einer alten halb verfallenen Burg eines ehemaligen Landadeligen.

Die Burg war im Jahre 2012 schon lange nicht mehr bewohnt und dennoch lebte dort noch immer eine sehr alte Dame. Ganz alleine. In einer alten Kate der ehemaligen Bediensteten der Burg auf dem Gelände. Sie wurde …

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Demenzgeschichten: Der Begleiter

Regen fällt nahezu lautlos von einem wolkenverhangenen Himmel, als er das Altenheim am Rande der Stadt betritt. Wie an jedem Abend empfängt ihn der seltsame Geruch, der ihm mittlerweile vertraut ist und an den er sich dennoch nicht gewöhnen kann. Eine Mischung aus Kochgerüchen, Putzmitteln, staubiger Luft und etwas anderem, Undefinierbaren.

Vielleicht riecht so Vergänglichkeit, …

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Demenzgeschichten: „Mein Erlebnis“

Im Sommer 1928 war ich zum ersten Mal in der Eifel, mit meiner Mutter und den beiden Schwestern, die schon etwas älter waren. Mittags kam der Opa vom Feld. Beim Mittagessen fiel auf, dass der Hund, vor dem ich Angst hatte, fehlte. Nach langem Rufen und Suchen war der Hund immer noch nicht da. Dann …

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Demenzgeschichten: „Lächeln macht vieles leichter“

Demenz heißt vergessen,

Demenz heißt verstehen,

Demenz bedeutet die Welt,

mit anderen Augen zu sehen.

Demenz ist nicht nur traurig und grau, nicht nur gefangen, wie ein Maulwurf im Bau

Demenz ist oft auch, wie ein Sonnenschein bringt auch Freude und Farbe ins Leben rein

Wir müssen es nur anders sehen, dann können wir auch …

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Demenzgeschichten: Dicke Pflaumen

In unsere Kinderklicke war eine dabei, die war Anführerin und trug ein Dirndlkleid, darunter trug sie Lederhosen. Alle wussten nicht, ob sie ein Mädchen oder ein Junge war. Eines Tages sagte sie: „Wir gehen obsen (Obst stehlen) und zum Bauern Tomaten pflücken.“

Nachdem wir sie gegessen hatten, sagten wir, dass alle Früchte sauer gewesen wären. …

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Demenzgeschichten: „Sagen se mal“

Was aus „Sagen se mal“ so alles werden kann…

„Sagen se mal“, spricht mich meine Sitznachbarin anlässlich einer Veranstaltung von der Seite an. „Sie haben doch Hunde – oder?“ „Ja“, antworte ich, „ich habe zwei Tierschutzhunde…“ – „Können Sie mit denen nicht mal vorbeikommen? Ich arbeite in einer Senioreneinrichtung im Sozialen Dienst. Für die Bewohner …

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Demenzgeschichten: Eine Reise zum Gardasee

Sie begegneten sich im Speisewagen. Er fand sie gleich sympathisch und war von ihrer Erscheinung begeistert. Alles gefiel ihm an ihr und er war beglückt, dass er noch einen Platz an ihrem Mittagstisch fand.

Sie saßen sich gegenüber und er konnte ihr mit seinen blauen Augen tief in ihre grauen schauen. Sie unterhielten sich gut …

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