Gemeinschaftliches Gärtnern

Quartiersprojekt: Urban Gardening in Kempen – Hagelkreuz

Verantwortlich

Stadt Kempen, Quartiersentwicklung Hagelkreuz, Ingo Behr, Concordienplatz 7, 47906 Kempen, Telefon: 0 21 52 / 4201

Projektstart

Oktober 2019 

Projektbeschreibung   

Gärten sind Orte, um gesunde Lebensmittel zur Selbstversorgung anzubauen und die Natur erfahrbar und erlebbar zu machen. Sie können interkulturelle Begegnungen fördern, Nachbarn und verschiedene Altersgruppen zusammenführen und bieten Gelegenheit, sich über die Ernährung der nächsten Generationen auseinanderzusetzten. Die gemeinsame Bestätigung gilt als sinnvolle Beschäftigung. 

Der Boom von Gärten in Stadtgebieten ist nicht zu übersehen und die Tendenz ist weiter steigend. Die Stadt Kempen schließt sich mit einem Projekt im Hagelkreuz der allgegenwärtigen urbanen Gartenbewegung an und unterstützt zwei Freiflächen – einmal im Bereich der Nansenstraße und am sogenannten Bürgerwald. Die ca. 400 m² große Fläche in der Nansenstraße wurde von der gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft eG im Kreis Viersen und die 450 m² große Fläche am Bürgerwäldchen von einer privaten Familie zur Verfügung gestellt.

Dabei geht es zum einen um die Verschönerung und Bereicherung des städtischen Lebens und zum anderen um die Bildung neuer Gemeinschaften. Oft werden junge Menschen aktiv und fühlen sich angesprochen, um mit neuen Konzepten auf zukünftige Herausforderungen wie Ernährungskrisen und Umweltprobleme, Isolation, Vereinzelung oder mangelnde Freiräume und städtische Defizite zu reagieren.  

Als Initiator gilt der fraktionslose Ratsherr Jeyaratnam Canieceus. Auch der Bürgerverein Hagelkreuz, die GFA – Gesellschaft zur Förderung der Arbeitsaufnahme mbH & Co. KG – und der NABU Naturschutzbund Deutschland Bezirksverband Krefeld/Viersen Ortsverband Kempen e.V. sind involviert. Das Gartenprojekt widmet sich der nicht-kommerziellen kollektiven Nutzung der Freiflächen und wird selbstverwaltend durch eine Gruppe freiwilliger und interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kempen organisiert.

Projekt-Identität

Urban Gardening Kempen  

Auftakt und Einladung via Webseite und Pressemitteilung:

Quartiersbüro und Kooperationspartner laden ein – Gärtnerische Nutzung von Flächen

Nahrungsmittel lokal erzeugen, Transportwege verringern und das Mikroklima im städtischen Umfeld verbessern: Das geht mit urbanem Gartenbau, auch Urban Gardening genannt. Auf zwei Freiflächen können Interessierte jetzt im Hagelkreuz umweltverträglich und sozialgerecht produziert die Eigenproduktion und Versorgung mit Nahrungsmitteln starten.

Vorstellung des Projektes am 12. Oktober, um 10 Uhr

„Wir laden zur Vorstellung des Projektes am Samstag, 12. Oktober 2019, um 10 Uhr in die Nansenstraße Höhe des Wendehammers herzlich ein“, freut sich Ingo Behr, Quartiersentwickler der Stadt Kempen. Zwei Freiflächen stünden zur Selbstverwaltung zur Verfügung, die am Informationstag direkt besichtigt werden können. „Dafür wäre es gut, wenn die Interessenten mit dem Fahrrad kommen“, meint Behr. So könne die Gruppe unmittelbar und gemeinsam beide Freiflächen an der Nansenstraße und anschließend am Bürgerwald in Augenschein nehmen.

Kooperationsverbund – Gemeinschaft ist dabei Programm

Natürlich gehören neben dem grünen Daumen der aktiven Gartenfreunde auch stille Akteure im Hintergrund zu dem Projekt dazu: Gemeinsam ziehen der Ideengeber Ratsherr Caniceus, der Bürgerverein Hagelkreuz, die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft eG im Kreis Viersen, die GFA – Gesellschaft zur Förderung der Arbeitsaufnahme mbH & Co. KG – und der NABU Naturschutzbund Deutschland Bezirksverband Krefeld/Viersen Ortsverband Kempen e.V. an einem Strang. Ein ganz besonderer Dank geht an Familie Puster, die ihren Garten am Bürgerwäldchen zur Verfügung stellt.

Salat, Radieschen & Co. vom Hagelkreuz

In der heutigen Zeit wird dem städtischen Gartenbau erneut höhere Aufmerksamkeit zuteil – auch wenn das Umland von Kempen viel landwirtschaftliche Fläche umgibt. „Hier können kleine und große Kempener wieder erleben, sehen und fühlen, wie Mohrrüben wachsen und Zucchini sich von der Blüte bis zur langen oder runden Variante entwickeln“, meint Behr. Aber auch Kräuter- oder Hochbeete seien denkbar. „Daher laden wir – vom Kindergarten bis zum Rentner – zu einer Kennenlern- und Informationsveranstaltung ein, um Vorstellungen und Erwartungen zu ergründen“.

Das gemeinsame Gärtnern sei darüber hinaus gelebter Austausch in und mit einer sozialen Gemeinschaft, es entstehen Begegnungen und ein Gemeinschaftsgarten fördert das Engagement für den Stadtteil. Ein guter Grund, das Projekt im Hagelkreuz für Kempen zu starten.

Ansprechpartner:

Ingo Behr – Quartiersbüro Hagelkreuz, Concordienplatz 7, 47906 Kempen, Telefon: 0 21 52 / 4201, E-Mail: info@hagelkreuz-kempen.de

Projekt-Treffen                              

Auftakt und Einladung via Webseite und Pressemitteilung:

Kick-off mit Freifächenbesichtigung für urbanen Gartenbau – Die essbare Stadt kommt 

Nach einer Ortsbegehung der zwei Freiflächen Mitte Oktober, die ab 2020 für das Projekt „Urban Gardening“ im Hagelkreuz zur Verfügung stehen, treffen sich jetzt rund 15 Interessierte am Montag, 11. November 2019, um 18 Uhr im Quartiersbüro am Concordienplatz 7, um erste Gedanken, Erwartungen und die konkrete Herangehensweise zu diskutieren und laden weitere Hobby-Gärtnerinnen und Gärtner ein.

Gleichgesinnte & nachbarschaftliches Gärtnern

„Ich finde den Gedanken sehr gut und freue mich, dass wir die Gelegenheit bekommen, einerseits die Grünflächen zu nutzen und andererseits, dass wir Kontakt zu Gleichgesinnten in der Nachbarschaft bekommen, wenn wir graben, pflanzen, pflegen und ernten“, meint die 19jährige Annika Plich aus der Einsteinstraße bei der Flächenbesichtigung. Gemeinsam mit den Mitstreiterinnen Michaela Dahmen und Barbara Lingen, die am Ring in Kempen wohnt und die Grünflächen gern mit ihren beiden Jungen für naturnahen Gartenbau nutzen möchte, unterstützen die Damen allesamt die Idee der essbaren Stadt. https://unser-quartier.de/hagelkreuz/2019/10/quartiersbuero-und-kooperationspartner-laden-ein-gaertnerische-nutzung-von-flaechen/

Auch die Garten- und Landschaftsbau-Fachfrau aus St. Tönis, Claudia Erdmann, kam zum Projektstart. „Zur ersten Sitzung werde ich die Flächen digital zeichnen, damit wir eine gemeinsame Diskussionsgrundlage haben“, bietet sie der Gruppe an und stellt ihre Kompetenz zur Verfügung. Sie wohnt gleich um die Ecke einer Freifläche.

Hochbeet oder Blütenparadies

Bei herbstlichem Sonnenschein kam der eine oder andere schon ins Schwärmen und träumt von einem Liegestuhl im nächsten Jahr am Bürgerwäldchen oder auf der Nansenstraße. Doch vor dem Genuss steht die gemeinschaftliche Arbeit und der konstruktive Austausch auf dem Plan. Wichtig für die Gruppe ist, dass jeder mitmachen kann: Ob aus dem Hagelkreuz, St. Hubert, Tönisberg oder Unterweiden/Schmalbroich – jeder Kempener ist willkommen und kann sich einbringen.

Projektsitzung „Urban Gardening“:

Montag, 11. November, 18 Uhr, Concordienplatz 7 im Quartierbüro, 47906 Kempen

Projekt-Ende: offen