Definitionen, Fachbegriffe

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Inhalt

A

Alterszucker  

Die Wahrscheinlichkeit an Typ-2-Diabetes zu erkranken, erhöht sich mit dem Lebensalter. Mehr als zwei Drittel aller Menschen mit Diabetes sind älter als 60 Jahre. Bei den 75- bis 80-Jährigen ist etwa ein Viertel betroffen. Patientenleitlinie

Altentagesstätten

Ambulante Pflegedienste

Anbieterliste bei der Stadt Oberhausen, Leistungen der häuslichen Pflege  §§ 36 ff. SGB XI.

Angehörige

Als einen Angehörigen bezeichnet man eine zu einer anderen Person oder zu einer Gruppe von Personen in einem besonderen rechtlichen oder sozialen Verhältnis stehende Person, wenn man dieses besondere Verhältnis hervorheben will. Der Begriff […] schließt insbesondere den (in der Regel nicht verwandten) Ehegatten oder Lebenspartner und verschwägerte Personen ein. 
Quelle: Nach StGB § 11 Absatz 1.  Bei fehlenden Angehörigen wird oft das Wort Zugehörige benutzt.

Merkmale der pflegenden Angehörigen. Pflege durch Angehörige ist nach wie vor „weiblich“. Der Anteil der Frauen betrug 2017 in der häuslichen Pflege 73% (in Österreich 84%), in der stationären Langzeitpflege 63%. Das Durchschnittsalter der pflegenden Angehörigen zu Hause und im stationären Bereich ist mit knapp über 60 Jahren ähnlich.

B

Behandlungspflege

Gemäß der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesauschusses über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege (Häusliche Krankenpflege-Richtlinie, Stand: 17. Dezember 2015) wird Behandlungspflege definiert als „Maßnahmen der ärztlichen Behandlung, die dazu dienen, Krankheiten zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern und die üblicherweise an Pflegefachkräfte/Pflegekräfte delegiert werden können“.
Quelle: Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses häusliche Pflege

Behinderung

  • Der Behinderungsgrad (GdB) hat nichts mit der sogenannten Leistungsbeeinträchtigung im Beruf zu tun. Er stellt nur eine Beeinträchtigung in Lebensbereichen dar. Dabei ist es egal, ob der Grad 20 oder 70 beträgt.
  • Um einen GdB zu erhalten ist der Grad von wenigstens 20 erforderlich, gilt auch ab 2021 für einen steuerlichen Freibetrag. Dieser Grad wird entweder vom Versorgungsamt oder der Stadtverwaltung bestimmt. Dazu bedarf es ärztlicher Gutachter.
  • Einen Behinderungsgrad von 20 können Sie beispielsweise durch Erkrankungen der Hüfte oder Asthma bronchiale erreichen.
  • Entscheidend für einen Behinderungsgrad sind unter anderem auch die Auswirkungen der verschiedenen Funktionsbeeinträchtigungen. Für die Feststellung werden diese nicht einzeln betrachtet. Der tatsächliche Grad der Behinderung inklusive möglicher Markenzeichen muss stets individuell ermittelt werden.
  • Eine Definition des Begriffs findet sich in § 2 Absatz 1 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX), mit weiteren Hinweisen

Beratung

Ergebnis offener Dialog, in dem der Patient lernt, individuelle Wege zur Krankheitsbewältigung zu finden.

   Pflegeberatung
Seit 2009 ist der Anspruch auf Pflegeberatung für Versicherte gesetzlich festgeschrieben, um Menschen darin zu unterstützen, Zugang zu Pflege-, Versorgungs- und Betreuungsleistungen zu finden. 
Quelle: SGB XI

Betreuung

Die Betreuung ist weitreichender als eine Patientenverfügung und kann vier Interessenbereiche regeln:

  • Aufenthaltsbestimmung,
  • Wohnungsangelegenheiten,
  • Organisation und Kontrolle der häuslichen Versorgung,
  • Vermögenssorge.

Referentenentwurf am 23.6.2020 erschienen. Das Betreuungsrecht wird entsprechend den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention verstärkt am Selbstbestimmungsrecht der Betreuten ausgerichtet. Darüber hinaus wird ein zeitlich begrenztes Notvertretungsrecht für Ehegatten in Angelegenheiten der Gesundheitssorge eingeführt.” Reform des Betreuungsrechts: Regierungsentwurf liegt vor

Am 23. September 2020 hatte das Bundeskabinett die Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts beschlossen. Ausgewählte Änderungen im Vergleich zum Referentenentwurf:

Wünsche und Vorschläge der betroffenen Personen bei der Betreuerauswahl
§ 1816 Abs. 5 BGB-Entwurfsfassung (BGB-E), der das Primat der ehrenamtlichen Betreuung bestimmt, sah in der Entwurfsfassung noch vor, dass ein ehrenamtlicher Betreuer auch dann zu wählen ist, wenn der Volljährige die Bestellung eines beruflichen Betreuers ausdrücklich wünscht. Dieser Zusatz ist im Regierungsentwurf nun nicht mehr zu finden.

Pflichten des Betreuers in Vermögensangelegenheiten (§ 1838 BGB-E)
Im Gegensatz zum Referentenentwurf verweist § 1838 BGB-E nun auf den gesamten § 1821 BGB-E und damit auch auf Absatz 1, der den Vorrang der Unterstützung vor der Vertretung regelt.

Haftung des Betreuers (§ 1826 BGB-E)
Die privilegierten Haftungsregelungen für Eltern, Kinder und Ehegatten sind im Regierungsentwurf nicht mehr enthalten.

Einwilligungsvorbehalt (§ 1825 BGB-E)
Der von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwurf wurde bezüglich des Einwilligungsvorbehalts mit dem Zusatz versehen, dass ein solcher nicht gegen den freien Willen des Volljährigen angeordnet werden darf.

Inkrafttreten Der Regierungsentwurf sieht ein Inkrafttreten für den 1. Januar 2023 vor.

Zum Regierungsentwurf

Betreuungsangebot niederschwellig  § 45c SGB XI

Angebote, in denen ehrenamtliche bzw. freiwillige Helfer*Innen unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen, um pflegende Angehörige zeitweise entlasten zu können. Siehe dazu auch die Beiträge – Entlastungsbetrag etc. –

Bewohnerbeirat

Der Bewohnerbeirat als unabhängiger Berater und Interessenvertreter  wird alle zwei Jahre gewählt und hat gesetzliche Mitwirkungsrechte. Bei der Qualitätssicherung und –verbesserung – kommt dem Beirat eine entscheidende Rolle zu. Vor allem bei den Erhöhungsverlangen in den Einrichtungen. Zur Unterstützung der Arbeit des Beirats können in der Regel zusätzliche Angehörigen- oder Betreuerbeiräte gebildet werden.  Siehe auch Schlichtungsstelle. Einen ersten  Leitfaden -Der Bewohnerbeirat – haben wir erstellt, die Leseprobe-Bewohnerbeirat Die Broschüte in DIN A 5 mit 116 Seiten können zum Selbstkostenpreis direkt bestellt werden, Hardcover 17,99 €, Paperback 8,99 € und als e-Book 4,99 €. Wir wollen die Stimmen von Bewohner*Innen in Pflegeeinrichtungen stärken.  Helfen Sie mit, werden Sie aktiv. Einstiegs-Seminar am Wochenende = 05.- 07. März 2021 und Vertiefung  Woche = 03.- 07. Mai 2021 in Königswinter. Die Anerkennung und Unterstützung als Bildungsveranstaltung  wird beantragt. Aktuelle Informationen im kostenlosen Newsletter.

Brückenteilzeit

BIVA 

Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. (BIVA), tritt ein für würdige Lebensbedingungen in stationären Einrichtungen, Ziel ist die fachgerechte und menschlich zugewandte Pflege und Selbstbestimmtheit bis zum Ende des Lebens. Dies kann nur erreicht werden durch Informationsbereitstellung in jeglicher Form und individuelle Betreuung der Mitglieder und Bewohnervertretungen. Einzig anerkannte Verband “Unterlassungserklärungen” mit Wirkung für die Betroffenen zu verlangen. Regionalbeauftragte vor Ort unterstützen Mitglieder bei Bedarf.  Jeder Vereinigung ist durch die Mitglieder stark.

Bundesteilhabegesetz  (BTHG)

Offiziell heißt das Bundesteilhabegesetz „Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen“. Menschen mit Behinderungen sollen an der Gesellschaft teilhaben und mehr selbst bestimmen können. Sie sollen so leben können, wie Menschen ohne Behinderungen.

  1. Mit dem BTHG soll das SGB IX, Teil 1 gestärkt und verbindlicher ausgestaltet werden, ohne dabei das gegliederte System in Frage zu stellen. Im SGB IX, Teil 1 werden die allgemeinen, für alle Rehabilitationsträger geltenden Grundsätze normiert, während die jeweiligen Leistungsgesetze ergänzende Verfahrensspezifika regeln. Die entsprechenden Änderungen treten zum 1. Januar 2018 in Kraft.
  2. Im SGB IX, Teil 2, wird die aus dem SGB XII herausgelöste und reformierte Eingliederungshilfe unter dem Titel „Besondere Leistungen zur selbstbestimmten Lebensführung von Menschen mit Behinderungen“ geregelt. Die Neuausrichtung der Eingliederungshilfe erfolgt konsequent personenzentriert. Dieser Teil des BTHG tritt zum 1. Januar 2020 in Kraft.

    Verhältnis Eingliederungshilfe und Pflege

    Ab 1. Januar 2020 wird das Verhältnis von Eingliederungshilfe zur Pflege in § 103 SGB IX geregelt. Demnach umfassen die Leistungen der Eingliederungshilfe die im häuslichen Bereich erbracht werden, auch die Leistungen der Hilfe zur Pflege. Gilt diese Regelung auch, wenn die Leistung der Eingliederungshilfe im Verhältnis zur Leistung Hilfe zur Pflege, einen deutlich geringeren Umfang hat bzw. die Eingliederungshilfe-Leistung nur sporadisch erbracht wird?

    Einkommen und Vermögen des Leistungsberechtigten werden nach den Regeln der Eingliederungshilfe und nicht nach denen der Sozialhilfe berücksichtigt.

    Etwas anderes gilt nur, wenn der Leistungsberechtigte nach Erreichen des Renteneintrittsalters erstmals Leistungen der Eingliederungshilfe beantragt. Aber auch dann ist eine „Deckelung“ der pflegerischen Leistungen nicht vorgesehen.

    Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs und der Pflegebedürftigkeit

    Das BTHG hat neue Regelungen zur Bedarfsermittlung eingeführt.Da sich die Leistungen aus dem SGB XI und der Eingliederungshilfe im SGB IX n.F. (insb. Assistenzleistungen) teilweise überschneiden und klare Abgrenzungskriterien im Sozialgesetzbuch fehlen bzw. nicht eindeutig sind (Eingliederungshilfe = Leistungen zur Selbstbestimmung und im Sozialraum, Pflege = Leistungen zur Selbstständigkeit und häusliches Umfeld), wird jeweils im Gesamtplanverfahren unter Einbindung der Pflegekasse zu bestimmen sein, welche Bedarfe durch die Eingliederungshilfe und welche durch die Pflege (erforderlichenfalls ergänzt um Leistungen der Sozialhilfe aus dem Siebten Kapitel des SGB XII) zu decken sind. Die Bedarfsermittlungsinstrumente nach § 118 SGB IX n.F. ermitteln nur den Bedarf an Leistungen aus der Eingliederungshilfe. Die Pflegebedürftigkeit wird hier nicht ermittelt. Bei Anhaltspunkten für eine Pflegebedürftigkeit nach SGB XI wird die zuständige Pflegekasse mit Zustimmung des Leistungsberechtigten vom Träger der Eingliederungshilfe informiert und muss am Gesamtplanverfahren beratend teilnehmen (§ 117 Abs. 3 SGB IX n.F.).

  3. Das SGB IX, Teil 3, umfasst das weiterentwickelte Schwerbehindertenrecht. Ein Teil dieser Änderungen gilt bereits seit dem 30. Dezember 2016. Mitwirkung und Mitbestimmung der Beschäftigten von Werkstätten für behinderte Menschen (WfMB) wurde bereits zum 30. Dezember 2016 gestärkt. Die übrigen Änderungen im Schwerbehindertenrecht treten zum 1. Januar 2018 in Kraft.
  4. Neubestimmung des leistungsberechtigten Personenkreises in der Eingliederungshilfe (Artikel 25a BTHG, § 99 SGB IX)  Ab 1. Januar 2023

Weitere Informationen.  Ausführungen für die Bundesländer.

D

Demenz was nun?

Mit 50 Millionen Betroffenen weltweit gilt die Demenz als neue Seuche des 21. Jahrhunderts. Etwa 1,7 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Demenz. Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, erhöht sich mit zunehmendem Lebensalter, das Alter stellt also den wichtigsten Risikofaktor dar. Bis zum
Jahr 2030 könnten es zwei Millionen, bis 2050 rund drei Millionen Betroffene sein. Welche Ursachen gibt es? Wie sieht eine angemessene Versorgung aus? Warum sollten pflegende Angehörige besonders unterstützt werden? 

Wie können wir damit umgehen, eine kleine Hilfe

Die Bundesregierung hat das Problem der Demenz erkannt folgen Sie dem Link

Das Erkrankungsrisiko  beträgt bei den 85- bis 89-Jährigen 26,4 %, bei den über 90-Jährigen bereits 41,1 %. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung nimmt die Zahl der Demenzkranken zu. Frauen sind häufiger als Männer betroffen, weil Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer. Frauen pflegen demgegenüber viel häufiger demenzkranke Angehörige als Männer.  Geben Sie das Stichwort “Demenz” ein und Sie finden Artikel.

Weiterführend: Korczak D, Habermann C, Braz S, Wirksamkeit von Ergotherapie bei mittlerer bis schwerer
Demenz. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information. Schriftenreihe Health Technology Assessment, 2013. Band 127. Köln.  Siehe auch unsere Beiträge, schnell zu finden über die Suchfunktion.

Diabetes

Weitere Links KrankheitserfahrungenPatienteninfo  und  Patientenleitfaden

E

Elektronische Patientenakte (ePA)

Die elektronische Patientenakte ist freiwillig. Nicht die elektronische Gesundheitskarte. Die ePA wurde Ende 2015 im E-Health-Gesetz als wesentlicher Teil der Telematikinfrastruktur verankert. Es sollten gespeichert werden:

  • Notfalldatensatz,
  • Medikationsplan,
  • Arztbriefe
  • und weitere medizinische Dokumente, wie etwa der elektronische Impfpass.

Gesundheitsdaten im Sinne des Art. 9 Abs. 1 DSGVO sind besonders schützenwerte Daten. Die Informationen sollen, neu geregelte § 305 Sozialgesetzbuch V (SGB V), allein im geschützten Patient-Arzt-Verhältnis verbleiben. Dies stellte das Bundesverfassungsgericht auf Grund einer eingereichten Verfassungsbeschwerde fest (Beschluss vom 4.1.2021, Az. 1 BvR 619/20). Siehe auch unseren Beitrag. Dazu kommt, es ermöglicht den gesetzlichen Krankenkassen gegenüber ihren Versicherten gezielte Informationen über und Angebote zu Versorgungsinnovationen (§ 68b Abs. 2 und Abs. 3 SGB V) abzufragen und Sie erlauben es (freiwillig) unter bestimmten Voraussetzungen, ohne Pseudonymisierung Datenverarbeitungen zur Qualitätssicherung durchzuführen (§ 299 Abs. 1 Satz 5 Nr. 2 SGB V). Bundesverfassungsgericht vom 26.1.2021

Entlastungsbetrag (§45b SGBXI)

Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125,00 € monatlich, kann ab Pflegegrad 1 flexibel für die Inanspruchnahme von Leistungen der Tagespflege, der Kurzzeitpflege oder der ambulanten Versorgung durch Dritte, nicht Angehörige, monatlich oder in Ansparung bis zu einem Jahr in Anspruch genommen werden. Weitere detaillierte Informationen >> hier <<< Pflegekassen nutzen zum Nachweis und Erstattung der Ausgabe Formulare.  Siehe Beiträge  

Einrichtungs-Einheitliche Eigenanteil (EEE)

Die Zuzahlung über den einrichtungseinheitlichen Eigenanteil erfolgt für die pflegerischen Aufwendungen und die Schulung des Personals. Die Verteilung und Höhe der durchschnittlichen Eigenanteile variiert je nach Trägerschaft der Pflegeeinrichtung. Die Umstellung auf eine pflegegradunabhängige Zuzahlung nutzt der Einrichtung. Birgt vordergründig Vorteile für Bewohner und Angehörige. Für die Bewohner und die Angehörigen ist eine Höherstufung innerhalb der Pflegegrade durch die gleichbleibende Zuzahlung eine geringere finanzielle Belastung. Ausführlich in “Bewohnerbeirat” dargestellt. Im Oktober 2020 wurde vom Bundesgesundheitsminister eine Deckelung auf 700 € pro Monat für 24 Monate auf der Datenbasis 2017 in die Öffentlichkeit getragen. Vorsicht die Deckelung gilt nicht für die Hotelkosten = Unterkunft & Verpflegung und Investition.

F

Finanzierung von Massnahmen

bei der Wohnungsanpassung für Menschen mit Demenz und Pflegebedürftigkeit Zusammenstellung 2017Finanzierung von Maßnahmen

Familienpflegezeit

nach dem Familienpflegezeitgesetz -bis 24 Monate Auszeit möglich.

G

Gesundheits-APP 

Welche App´gibt es?

Checkliste für die Bewertung

Gesundheit im Alter

Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper. Der Muskelanteil schwindet, der Fettanteil steigt. Wichtig ist, rechtzeitig das Gewicht zu beobachten; ein zu hoher Körperfettanteil ist ungesund und begünstigt Stoffwechselkrankheiten. Bleiben Sie körperlich aktiv; schon die alten Römer wussten, es braucht einen gesunden Körper und wachen Geist. Üben Sie rechtzeitig das ausreichende Trinken und warten Sie nicht auf den Durst.

Krankheitserfahrungen anderer aufbereitet, vom chronischen Schmerz, Diabetis Typ 2, etc.

Gesundheitskompetenz  die Fähigkeit, Informationen zu finden, zu verstehen, zu reflektieren und umzusetzen.

Grundsicherung im Alter

Nach § 19 Absatz 2 SGB XII wird die Grundsicherung nach dem 4. Kapitel des SGB XII an Personen geleistet, wenn die Altersgrenze nach § 41 Absatz 2 SGB XII erreicht wurde oder die Person hat das 18. Lebensjahr vollendet und ist dauerhaft voll erwerbsgemindert und das laufende Einkommen nicht ausreicht.  Weiterführend      Musterberechnung 

Gesundheitskarte -Elektronisch – (eGK)

Keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ohne elektronische Gesundheitskarte.

Das BSG hat mit Urteil vom 20.1.2021 mit Az.: B 1 KR 7/20 R, B 1 KR 15/20 R entschieden, dass gesetzlich Krankenversicherte von ihren Krankenkassen keinen papiergebundenen Berechtigungsnachweis (“Krankenschein”) verlangen können.

Die eGK sei mit einem

  • Lichtbild und

  • “Chip” -Daten-

die Pflichtdaten z.B. Name, Geschlecht, Anschrift, Versichertenstatus und Krankenversicherungsnummer. Diese Daten werden bei Arztbesuchen online mit den bei der Krankenkasse vorliegenden Daten abgeglichen und ggf. aktualisiert. Dafür werde die sog. Telematikinfrastruktur genutzt, die die Akteure der GKV vernetzt. Die eGK diene auch als “Schlüssel” für die Authentifizierung beim Zugang zur Telematikinfrastruktur, etwa zur elektronischen Patientenakte. Siehe auch “Gesetzentwurf zur „Digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege“ (DVPMG)

Die Vorschriften über die eGK stehen mit den Vorgaben der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DGSVO) in Einklang. Der Gesetzgeber wolle mit der eGK, soweit es um die Pflichtangaben gehe, den Missbrauch von Sozialleistungen verhinderten und die Abrechnung von Leistungen der Ärzte erleichterten.

H

Häusliche Pflege, siehe ambulante Pflege

Heim oder Wohngemeinschaft

Zum Heimbegriff (hier Abgrenzung: Wohngemeinschaft/selbstverantwortete Wohngemeinschaft)

  1. Lebt der Betroffene aufgrund Mietvertrags in einer Wohngemeinschaft und bezieht von einem gesonderten Anbieter ambulante Pflegeleistungen, so hält er sich damit grundsätzlich noch nicht in einem Heim gemäß § 5 Abs. 3 VBVG a.F. auf (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 28. November 2018 – XII ZB 517/17, BtPrax 2019, 73).
    2. Danach führt es auch nicht zur Einstufung als Heim im Sinne des § 5 Abs. 3 VBVG aF, wenn der Betroffene als Mitglied einer selbstverantworteten Wohngemeinschaft Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist, deren Zweck in der Aufnahme einer Wohngemeinschaft für Senioren unter Sicherstellung der altersgerechten Betreuung ihrer Gesellschafter besteht, und die Gesellschaft entsprechend Wohnraum zur Überlassung an die Gesellschafter anmietet, während die Gesellschafter ambulante Pflegeleistungen individuell mit einem gesonderten Anbieter vereinbaren.     BGH, Beschluss vom 20. Mai 2020 – XII ZB 226/1

Es gilt das Wohn- und Betreuungsgesetz. Dazu eine Broschüre

Heimaufsicht, heute WTG-Aufsicht

Örtlich zuständige Behörde (Ordnungsbehörde) zur Prüfung auf Einhaltung der Wohn- und Betreuungsangebote des  Gesetzes durch die Anbieter. Information und Beratungen der Bürger und Betreiber.  Näheres regelt die Verordnung.

Heimbeirat,

  >>Video<< 

siehe Bewohnerbeirat

Herzschwäche

erkennen und behandeln  Etwa jeder fünfte der über 75-Jährigen hat eine Herzschwäche. Herzschwäche entsteht in den meisten Fällen als Folge anderer Erkrankungen, etwa bei Bluthochdruck oder nach einem Herzinfarkt.

Diese Information richtet sich an Frauen und Männer, die an Herzschwäche erkrankt sind, ihre Angehörigen und andere vertraute Personen. Wenn Sie mehr über Ihre Erkrankung wissen, werden Sie ihr besser begegnen können.

Hospiz

– siehe auch Palliativ –

Hospizdienste erbringen eine individuelle am Bedarf des Betroffenen und seinen Zugehörigen notwendige psychosoziale Begleitung in der Häuslichkeit, in stationären Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung oder im Krankenhaus. Die Inanspruchnahme von Leistungen ambulanter Hospizdienste durch den Betroffenen ist kostenlos. Die Grundlage ergibt sich aus §39a SGB V in Verbindung mit § 18 Abs.1 SGB IV. Das Suchportal 

Hygiene

Wer Speisen für andere zubereitet, trägt eine hohe Verantwortung. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 100.000 Erkrankungen gemeldet, die wahrscheinlich auf das Vorkommen von Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, Viren oder Parasiten, in Lebensmitteln zurückzuführen sind. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Vor solchen Krankheitsfällen schützen einfache, aber sehr wirksame vorbeugende Hygienemaßnahmen.

Es gilt eine Übertragung von Krankheitserregern von Menschen zu Mensch, von Pflegepersonen über Pflegeprodukte, von Servicekräften insbesondere durch Lebensmittel zu verhindern. In der Küche auch darauf zu achten, dass keine Keime durch deren Weitergabe von einem Lebensmittel auf andere gelangen. In  Einrichtungen Großküchen arbeiten Personen unterschiedlicher Nationalitäten. Das Merkblatt liegt in 13 Sprachen (Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Persisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Vietnamesisch) vor.

K

Kombinationsleistung

Kombination von Pflegegeld und Sachleistung

L

Lebensqualität

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Lebensqualität die subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben, in Relation zur Kultur und den Wertsystemen, in denen sie lebt, und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen. Lebensqualität kann nur indirekt als die Zufriedenheit mit ihr gemessen werden– dazu wurde der sogenannte LQ Index (Lebensqualitätsindex) entwickelt. Der LQ Index ist eine dynamische Grösse, die sich im Laufe der Zeit verändern kann.

Leistungen bei Pflegegrad 1

folgende Leistungen nach § 28a SGBXI Absatz 1:

  1. Pflegeberatung gemäß den §§ 7a und 7b,
  2. Beratung in der eigenen Häuslichkeit gemäß § 37 Absatz 3,
  3. zusätzliche Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen gemäß § 38a, ohne dass § 38a Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 erfüllt sein muss,
  4. Versorgung mit Pflegehilfsmitteln gemäß § 40 Absatz 1 bis 3 und 5,
  5. finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen oder gemeinsamen Wohnumfelds gemäß § 40 Absatz 4,
  6. zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Pflegeeinrichtungen gemäß § 43b,
  7. zusätzliche Leistungen bei Pflegezeit und kurzzeitiger Arbeitsverhinderung gemäß § 44a,
  8. Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen gemäß § 45.

(2) Zudem gewährt die Pflegeversicherung den Entlastungsbetrag gemäß § 45b Absatz 1 Satz 1 in Höhe von 125 Euro monatlich. …….

Quelle: § 28a SGBXI

Leistungen bei häuslicher Pflege

Siehe §§ 36 bis 40 SGB XI

Leistungen Teilstationäre Pflege

Tages- und Nachtpflege Siehe § 41 SGB XI

NUR  Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 haben Anspruch,

wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist. Die teilstationäre Pflege umfasst auch die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung der Tagespflege oder der Nachtpflege und zurück. Die monatlichen Leistungsbeträge sind nach den Pflegegraden gestaffelt.

Leistungen Kurzzeitpflege

Kurzzeitpflege Siehe § 42 SGB XI gilt:

  1. für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen o d e r
  2. in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf acht Wochen pro Kalenderjahr beschränkt.  Was nutzt der Anspruch der nicht verwirklicht werden kann.

Leistungen stationäre Pflege  (Heim)

Pflegegrade-Leistungen  § 43 SGB XI :Der Anspruch beträgt je Kalendermonat

    770 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 2,

 1 262 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 3,

 1 775 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 4,

 2 005 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 5.

Abweichend von Satz 1 übernimmt die Pflegekasse auch Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung, soweit der nach Satz 2 gewährte Leistungsbetrag die in Satz 1 genannten Aufwendungen übersteigt.

Leistungen für Pflegepersonen

  • 44 SGB XI Leistungen zur sozialen Sicherung der Pflegepersonen
  • 44a SGB XI Zusätzliche Leistungen bei Pflegezeit und kurzzeitiger Arbeitsverhinderung
  • 45 SGB XI Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen

Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick

SGB XI Leistungen ab 1.Januar 2017 zusammengestellt

M

Medizinischer Dienst (MDK)

Der Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) führt im Auftrag der Kranken- und Pflegekassen Begutachtungen durch. Bitte bereiten Sie die Begutachtung durch schriftlich Aufzeichnungen vor. Inhalt der Pflegebegutachtung für die Einstufung in einen Pflegegrad. Die Pflegequalität der Einrichtungen (ambulant und stationär) sollten einmal im Jahr geprüft werden. Bei Fragen gibt der MDK Hilfestellung

N

Notfallausweis / – infoblatt

Vorsichtshalber sollte in der Geldbörse oder Brieftasche ein Notfallausweis mit den wichtigsten Daten mitgeführt werden. Hier geht es zu einem ausdruckbaren Notfallausweis.  Ein Notfall-Infoblatt  für jedes Familienmitglied sollte mit weiteren wichtigen Angaben für Retter zusätzlich zu Hause aufbewahrt werden.  Siehe auch den Beitrag

P

Palliativmedizin

leidenslindernde Medizin. Ein Netzwerk aus Medizinern, Pflegekräften und ehrenamtlichen Helfern versucht, die Situation von Sterbenskranken zu verbessern (Palliativnetz). Siehe auch unter Anbieter “Ambulantes Hospiz” oder “Ambulantes Hospiz Oberhausen”.   Eine vorsorgliche Hilfe für Alle Ampel Palliativ

Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist eine vorsorgliche Willenserklärung. Sie tritt in Kraft, wenn aufgrund einer unvorhergesehenen Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit der Betroffene nicht mehr in der Lage ist seinen Willen bezüglich bestimmter Behandlungsmethoden zu äußern.

In der Patientenverfügung wird festgelegt, welche Schritte im Hinblick auf die ärztliche Versorgung erwünscht sind und welche Schritte unterbleiben sollen.  Eine unterhaltsame Einführung (Antenne-Regenbogen Wuppertal)

Pflege

Professionelle Pflege umfasst die eigenverantwortliche Versorgung und Betreuung, allein oder in Kooperation mit anderen Berufsangehörigen, von Menschen aller Altersgruppen, von Familien oder Lebensgemeinschaften sowie von Gruppen und sozialen Gemeinschaften, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen. Pflege schließt die Förderung der Gesundheit, Verhütung von Krankheiten und die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen ein. Weitere Schlüsselaufgaben der Pflege sind Wahrnehmung der Interessen und Bedürfnisse, Förderung einer sicheren Umgebung, Forschung, Mitwirkung in der Gestaltung der Gesundheitspolitik sowie im Management des Gesundheitswesens und in der Bildung. 
Quelle: unter www.icn.ch/definition.htm  Hilfreich: ist der  kostenlose “Ratgeber Pflege” Bestellnr. BMG-P-07055; E-Mail: publikationen@bundesregierung.de oder Telefon 030 / 18 272 2721

Obwohl als eigener Berufsstand rechtlich abgesichert, steht Pflege nach wie vor im Spannungsfeld zwischen dem Arzt, dem Patienten und dessen Angehörigen.

Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftigkeit ist seit 2017 neu definiert als gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung der Selbstständigkeit, die personelle Hilfe in den Bereichen. Maßstab ist nicht mehr der Hilfebedarf in Minuten, sondern der Grad der Selbstständigkeit eines Menschen. Ein Video Schreiben Sie die Hilfen und Tätigkeiten auf, hier ein Muster Pflegetagebuch, nutzen Sie dann einen der kostenlosen Pflegegradrechner. 

  • Mobilität,
  • Bewältigung psychischer Anforderungen und Problemlagen,
  • Selbstversorgung (regelmäßige Alltagsverrichtungen),
  • Bewältigung krankheits-/behandlungsbedingter Anforderungen und Belastungen sowie
  • Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte

erforderlich macht. Quelle:  § 14 SGB XI

Pflegeberatung

Auf Wunsch einer anspruchsberechtigten Person, erfolgt die Pflegeberatung auch gegenüber ihren Angehörigen oder weiteren Personen oder unter deren Einbeziehung.  Vor der Beratung greift bereits ein Aufklärungs und Auskunftsrecht nach § 7 SGB XI Danach haben die Pflegekassen die Eigenverantwortung der Versicherten durch Aufklärung und Auskunft über eine gesunde, der Pflegebedürftigkeit vorbeugende Lebensführung zu unterstützen und auf die Teilnahme an gesundheitsfördernden Maßnahmen hinzuwirken.

(2) Die Pflegekassen haben die Versicherten und ihre Angehörigen und Lebenspartner in den mit der Pflegebedürftigkeit zusammenhängenden Fragen, insbesondere über die Leistungen der Pflegekassen sowie über die Leistungen und Hilfen anderer Träger, in für sie verständlicher Weise zu informieren und darüber aufzuklären, dass

Pflegegrad

Die Ermittlung des Grades der Pflegebedürftigkeit ist geregelt in § 15 SGB XI .  Siehe auch unter Video:  Wie kommt mein Pflegegrad zustande?  Wichtig ist den Antrag auf Begutachtung schriftlich zu stellen, damit ein Datum gegeben ist. Vor der Begutachtung sind die Unterstützungsleistungen mindestens 14 Tage zu erfassen. Die Einstufung erfolgt durch Gewichtung der Punkte aus den Modulen. Wer mindesten 12,5 bis 27 gewichtete Punkte von 100 maximal möglichen erreicht, erhält Pflegegrad 1. Bis 47,5 Punkte Grad 2, bis 70 Punkte Grad 3, bis 90 Punkte Grad 4. Siehe mögliche Leistungen im Überblick

Pflegekasse

Die Pflegekasse ist Teil Ihrer Krankenkasse. Nicht immer erreichen Sie gleich den richtigen Ansprechpartner, nehmen Sie den Kontakt schriftlich auf. So haben Sie einen Nachweis und können gezielt nachfragen.

Pflegewohngeld

Für anerkannte Investitionskosten einer Pflegeeinrichtung kann in Nord-Rhein-Westfalen (NRW) ein Pflegewohngeld beantragt werden. Kinder der/des HeimbewohnerIn werden nicht, wie bei der Sozialhilfe, zum Unterhalt herangezogen.  Siehe Urteile 

Pflegezeitgesetz

Regelt: http://www.gesetze-im-internet.de/pflegezg/

  • Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung – bis zu 10 Tagen Auszeit,
  • die Pflegezeit – bis 6 Monate Auszeit und
  • die Sterbebegleitung nach dem Pflegezeitgesetz – bis 3 Monate Auszeit.

Q

Qualitätssicherung zum Schutz der Pflegebedürftigen

Die Träger der Pflegeeinrichtungen sind für die Qualität der Leistungen ihrer Einrichtungen einschließlich der Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität verantwortlich   §§ 112 ff SGBXI Intern sollte es ein Qualitätshandbuch geben, nach denen die Mitarbeiter handeln. Darin ist auch das interne Beschwerdemanagement geregelt. Doch oft mangelt es an Anspruch und Wirklichkeit. Wichtig ist die Vereinbarung einer Schlichtungsstelle. Vorsorglich ist die Bewohnervertretung einzuschalten.

Quartierbüro

Sind Anlaufstellen in Einrichtungen der Altenhilfe, gefördert durch das Land. Oder auch die Kommune im Rahmen der Pflicht nach § 71 SGB XII. Quartierbüros werden auch gefördert durch das Landesbauministerium im Rahmen der Stadtteilsanierung und -infrastruktur.

Als niederschwelliges Angebot als Treff- und Austauschunkt im Stadtteil für Vereine und Nachbarschaften gibt es verschiedene Bezeichnungen. Siehe auch Seniorentreff. Melden Sie uns Ihre Quartierbüros, Bürgerbüros, per Mail (redaktion(at)raebiger.net. Wir nehmen sie in die Veranstaltungsorte auf.

R

Rentenproblematik

Sie finden Beiträge über die Suchfunktion , wie z.B.

Riesterrente

Rollator nicht falsch nutzen

Die Broschüre „Rollator – Tipps zum sicheren Umgang“

S

Schlaganfall

vorbeugen, erkennen und behandeln. Alles über den Schlaganfall

Schlichtungsstelle

Die Neutrale Schlichtungsstelle hilft Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Unternehmen Streitigkeiten außergerichtlich beizulegen. Diese Möglichkeit gibt es auch dann, wenn keine branchenspezifische Schlichtungsstelle, wie z.B. im Pflegebereich, weiterhelfen kann. Die BIVA ist als Verbraucherschutzstelle Klagebefugt.

Seniorenbeirat

In den Kommunalparlamenten gibt es teilweise eigenständig freigewählte Seniorenräte. Im Ruhrgebiet gibt es Seniorenbeiräte, die von den Räten bestimmt werden. Zu finden über die Homepage der Kommunen: Oberhausen tagt vierteljährlich. Mülheim jeden zweiten Monat, Essen monatlich. Die Sitzungen sind öffentlich und oft zu finden über das Ratsinformationsportal der Kommune. Dort finden Sie auch die Tagesordnungen nebst Anlagen. In 50% der Kommunen sind Seniorenvertretungen unbekannt. Derzeit haben sich auf NRW Landesebene 170 Seniorenvertretungen zusammengeschlossen. .. weiterlesen ..

Die direkte Unterstützungsmöglichkeit der Bewohnerbeiräten in den Einrichtungen nach dem Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) durch Seniorenbeiräte ist notwendig und darf nicht weiter verdrängt werden. Ein Video der Landesseniorenvertretung NRW

Seniorenrente

Siehe Februar News 2020, April News 2020 und andere Beiträge, zu finden über das Stichwort Rente

Seniorentreffs

Als kulturelle Begegnungsstätte, oft unter der Trägerschaft von Wohlfahrtsverbänden. Die Termine nehmen wir gerne in unseren Veranstaltungskalender auf. Sie können dann gezielt für den Bereich unter Veranstaltungen abgefragt werden. Auf der Seite der Stadt Oberhausen finden sich >> hier <<Termine.  

T

Tagespflege

Hier eine Einführung: Sendung im Glashaus  53 Min

Taschengeld im Pflegeheim

Wer auf Sozialhilfe angewiesen ist, erhält für die kleinen Wünsche des Alltags pro Monat Taschengeld im Pflegeheim über den Einrichtungsträger ausgezahlt. In Höhe von 27 % der Regelbedarfsstufe 1, für 2021 ist dies ein Betrag von 120,42 € geregelt in § 27b Sozialgesetzbuch Zwölf (SGB XII).

Teilhabe

Das SGB IX bestimmt in § 1 „Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft“ als Ziel von Pflege und therapeutischer Rehabilitation. >>Hier << finden Sie alle Beratungsangebote der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung.

Trauer

Welche Orte braucht die Trauer? Welche Rituale helfen? Wie gehen andere Menschen oder Kulturen mit der Trauer um? Das Online­Magazin Trauer Now beleuchtet das Thema in all seinen Facetten, sucht Antworten, zeigt Lösungswege und gibt Inspirationen, wie heilsames Trauern beim Abschied von einem Menschen gelingen kann.   Trauerbegleitung etc. “Wie kann ich mit Trauer leben

U

Unterstützungs-Telefon für Angehörige UTA

UTA-Pflegeexperten hören zu, haben Zeit und wissen Rat 0800 342 5641 kostenfreies Angebot für Mülheim a.d.R.

Unfallversicherung_häuslicher_Pflegepersonen

UVschutz_Pflege Wer ist versichert etc.

Ihr Ansprechpartner die Unfallkasse NRW  für Pflegetätigkeiten in Nordrhein  0211 – 2808 0    – Westfalen-Lippe 0251 – 2102 0  Mail: info@unfallkasse-nrw.de Internet: www.unfallkasse-nrw.de

Es gilt der Ort der Pflegetätigkeit (Pflegehaushalt).  Eine Übersicht der gesetzlichen Unfallversicherungsträger finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

V

Verhinderungsrente

Oder auch Urlaubspflege, anteiliges Pflegegeld bei Verhinderungspflege bis zu sechs Wochen

Vollmachten 

Vorsorgevollmacht

 Beitrag (Vorsorge, Patientenverfügung, Betreuung)

Urteil: Unwirksamkeit einer Vorsorgevollmacht

a) Kann die Unwirksamkeit einer Vorsorgevollmacht nicht positiv festgestellt werden, bleibt es bei der wirksamen Bevollmächtigung (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 3. Februar 2016 – XII ZB 425/14 – FamRZ 2016, 701).
b) Die Frage, ob der Betroffene im Zeitpunkt der Vollmachterteilung nach § 104 Nr. 2 BGB geschäftsunfähig war, hat das Gericht nach § 26 FamFG von Amts wegen aufzuklären. Dabei ist die Geschäftsunfähigkeit nach § 104 Nr. 2 BGB kein medizinischer Befund, sondern ein Rechtsbegriff, dessen Voraussetzungen das Gericht unter kritischer Würdigung des Sachverständigengutachtens festzustellen hat.  BGH, Beschluss vom 29. Juli 2020 – XII ZB 106/20

W

Wörterbuch der

Volkskrankheiten

Krebserkrankungen

Wohnberatung

Zu Hause älter werden – Vorschläge und Hilfen für das Leben in den eigenen vier Wänden, solange wie möglich und möglichst selbstständig, das ist der Wunsch vieler Seniorinnen und Senioren. Das ist auch dann noch möglich,

  • wenn es mit dem Sehen nicht mehr so ist wie früher,
  • wenn man plötzlich alleine wohnt,
  • wenn die Küchenschränke zu hoch hängen, das Bett zu niedrig steht,
  • wenn die Kräfte öfter versagen und das Laufen schwerfällt,
  • wenn man nicht mehr in die Badewanne kommt und die Dusche fehlt.

Oft sind es nur kleine Ursachen, die behindern. Deshalb müssen Gefahrenquellen und Mängel erkannt und beseitigt werden. Dabei unterstützt die Wohnberatung.

Wohnberechtigungsschein

Unser Beitrag

Wohnformen

Projekte in Niedersachsen

Wohnform Senioren-WG auf dem Prüfstand.

Ende 2019 gab es 403 ambulante Wohngemeinschaften mit rund 3.000 Bewohnern in Bayern. Deutschlandweit gab es 2016 rund 3.200 ambulante Wohngruppen, so eine Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums. 

Unschärfen in der Abgrenzung zwischen Wohnformen:

  • Während § 71 Abs. 4 SGB XI regeln soll. Richtlinien gem. § 71 Abs. 5 SGB XI bestimmen die Kriterien für welche Wohnformen die Pflegeversicherung lediglich die Pauschale aus § 43 a SGB XI leistet,
  • dient die Definition von Wohnformen in § 42 a SGB XII der Klärung der Frage, wie die Kosten der Unterkunft ermittelt und letztlich finanziert werden.

AOK Bayern: Personal soll Kosten übernehmen

In dem Streit geht es etwa um die Übernahme von Kosten für das Anziehen von Thrombosestrümpfen oder für das Spritzen von Insulin. Dies fällt nach Ansicht der AOK Bayern unter die sogenannte einfache medizinische Behandlungspflege und soll vom Personal in einer Senioren- oder Demenz-WG übernommen werden, so dass für die Krankenkasse keine weiteren Kosten anfallen. Ein Urteil des Bundessozial Gericht (BSG), der höchsten Instanz des Sozialrechts, dürfte richtungsweisend für viele Fälle sein. -Urteile noch nicht terminiert (Juli 2020)

Ein Beitrag und andere

Wohnen im Alter

Geben sie das Stichwort im Suchfeld ein und Sie erhalten unsere Beiträge

Wohn- und Teilhabegesetz (WTG)

siehe auch Heimaufsicht

Wohn- und Betreuungsgesetz

Eine Broschüre

Z

Zahngesundheit

Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen haben durch die Einfügung eines § 22a SGBV im August 2017 einen verbindlichen Rechtsanspruch auf zusätzliche zahnärztliche Vorsorgemaßnahmen im Rahmen der Gesetzlichen Kranken Versicherung (GKV) in der Häuslichkeit und auch in stationären Einrichtungen. 

Zukunft der Pflege

Verbindliche Altenhilfe Bedarfsplanung. Mit Inkrafttreten des Alten- und Pflegegesetzes Nordrhein-Westfalen (APG NRW) Ende 2014 wurde den Kommunen mit der Verbindlichen Bedarfsplanung wieder nach 20 Jahren ein Steuerungs-Instrument zur notwendigen Einflussnahme an die Hand gegeben. Die Kommunale Konferenz Alter & Pflege ist in der Bevölkerung unbekannt, wie die daran beteiligten Personengruppen, Seniorenbeirat und Bewohnerbeiräte aus den Pflegeeinrichtungen. Die überwiegenden Kommunen erheben bisher keine eigenen Daten und überlassen den Markt den freien Kräften. Die Stadt Bottrop hat Ende 2019 die Landesvorgaben erfüllt und entsprechende Planungen und Ausschreibungen vorgelegt.  Unser Beitrag

Zusatzleistungen in der Einrichtung 

geregelt in § 88 SGB XI, nur zulässig, wenn

  • in Rahmenverträgen vereinbart und
  • schriftlich vereinbart und mitgeteilt sind.

Zuzahlungen

Wenn Pflicht-Versicherte Hilfsmittel-Leistungen ihrer Kasse verschrieben werden, müssen sie noch zusätzlich zu ihren regulären Beitragszahlungen einen bestimmten Betrag aus eigener Tasche zahlen, z.B. in der Apotheke.

Stand Jan.2021

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