Black-Box – Künstliche Intelligenz

Die Enzylika bringt Bewegung in die Diskussion!

Wir alle sprechen von Künstlicher Intelligenz und reden schnell aneinander vorbei, weil wir Verschiedenes meinen, verstehen.

Wer hat noch nicht eine Hotline angerufen, wurde von einer angenehmen Stimme empfangen und hat doch genervt das Gespräch beendet, weil die Antwort nicht befriedigte, der Kontakt zu einer Person nicht zustande kam.

Wer oder was ist KI

Was ist die Herausforderungen unserer Gesellschaft. Ist es die notwendige Kontrolle über die Bürger, die Erlösung von stupiden Arbeiten, die Hilfe bei notwendigen Entscheidungen. Wer denkt dabei schon an den Taschenrechner.

Ein Erklärungssatz: es ist die Fähigkeit eines Computers, der, wenn ein Mensch sie durchführen würde oder hätte, von diesem Menschen Intelligenz bräuchte.

Früher war das Kartenlesen angesagt, heute übernimmt das Navi im Auto oder der Sprachassistent. Wieweit sind wir 2026 am Punkt des maschinellen Lernens. Daten der Vergangenheit helfen bereits Veränderungen schneller zu erkennen. Die wissenschaftlichen Möglichkeiten sind unerschöpflich und kommen in unserem Alltag in Schritten an.

Zuletzt war es die Möglichkeit des Diktierens und die Maschine setzte die Worte in Schriftzeichen in einem Dokument um. Wir werden mit „ChatGPT“ „Gemini“ und anderen neuen Kunstworten konfrontiert. Die Maschine wird auf Aufforderung selbst aktiv und kontrolliert, recherchiert und gibt Vorschläge oder gar Antworten. Die Maschine hat kein eigenes Fachwissen, die Antworten sind nur so gut wie die „Alt“Daten und die Entscheider, die Programmierer es zulassen. Die möglichen künstlichen Hilfen sind noch nicht ausgeschöpft. Es zeigt sich die Gefahr, dass automatisierte Antworten die Verantwortung der wirklichen Entscheider verschleiern, wenn nicht unmöglich machen aus Angst vor der „Black-Box“.

Die Digitalisierung hat in nahezu allen Lebensbereichen Einzug gehalten – so auch im Gesundheitswesen, wo digitale Technologien angesichts aktueller Herausforderungen, wie dem demografischen Wandel oder dem Pflegenotstand vielversprechende Chancen bieten. In Bayern arbeiten 5 Hochschulen an dem Projekt Care-regio zusammen. An der Hochschule Neu-Ulm liegt der Schwerpunkt auf den datenschutzrechtlichen, ethischen Erfordernissen, genauer im Institut DigiHealth der Hochschule Neu-Ulm (HNU)

Künstliche Intelligenz und Ethik

Dieses Problem beschäftigt seit je her die Wissenschaftler, jede Forschung kann zum Segen und zum Fluch der Gesellschaft ge- und benutzt werden. Hatten früher die Dorfgemeinschaften noch Einfluss auf menschliches Verhalten, die Sitten und Moral, ist heute eine Diskussion schwieriger zu führen. Papst Leo XIV hat sich aktuell mit der „Magnifica humanitas“ über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz geäußert. Die fehlende Sozialkontrolle zeigt sich öffentlich nicht nur im Auseinanderfallen von Worte und Taten, auch in der Verrohung. Um so wichtiger ist ein formaler Ansatz in der Wissenschaft, er kann für den einzelnen Forscher hilfreich sein.

Was nutzen verschriftliche Verhaltenskodices? Wenn sie allein unter dem Aspekt zur Absicherungen des Anbieters gebildet werden, um Verantwortung abzuwälzen, sich im „Schadensfall“ freizuzeichnen. Dies darf nicht dazu führen, dass keine Verhaltensregeln aufgestellt werden, im Gegenteil, wir brauchen eine breite öffentliche Diskussion, damit die „Black-Box“ uns nicht völlig vereinnahmt und uns zu Sklaven, zu willigen Werkzeugen degradiert.

Ethik-Label

Wir brauchen zum Schutz der Bürger in Europa ein vielseitiges Kennzeichnungs- und Klassifizierungssystem, die in unserem europäische Rechtsrahmen Werte vorab sichern. Das amerikanische Recht dagegen sieht die Freiheit des Marktes und bei Schaden hohe Entschädigungen. Bürger in Europa müssen von Anbeginn Schutz erfahren, in Anlehnung des Energielabels durch Qualitätstransparenz und Vergleichbarkeit in verschiedenen Stufen. Datenschutz muss vom vermeintlichen Hindernis zu einem Qualitätsmerkmal werden, das Vertrauen in die Innovation stärkt. Diese Gedanken sind nicht neu und wurde bereits 2020 in der Wissenschaft diskutiert. Computer sind energie-, insbesondere datenhungrig. Deshalb ist die Transparenz,der Schutz der Privatheit und die Einhaltung der Gesetze äußerst wichtig.

Fazit

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz findet immer mehr Einzug in den Alltag der Gesellschaft. Die Entwicklung von Informationstechnologien wird in Zukunft weiter rasant voranschreiten. Dabei ist es wichtig, dass die europäischen Regelungen und Schutzvorschriften nicht länger durch die nationalen Regierung mit dem Argument „aus Sorge für die Unternehmen“ verschleppt werden. Neue Innovationen und ein tieferes Verständnis in unserer Welt braucht Offenheit,kein Datenklau. Zur Schaffung von Akzeptanz ist eine stärkere Zusammenarbeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen notwendig. Es kann nicht sein, dass die Wissenschaft die Grundlagen für die Investoren legt und die Bürger ihre Rechte durch fehlende Transparenz nicht verteidigen, geschweige einklagen können.Neben unerlässlicher Qualitätskontrollen braucht es neutrale unabhängige Aufsichten. Verstöße können nach der DatenSchutzGrundVO in Verbindung mit § 42 BundesDatenSchutzG geahndet werden.

Zur Vertiefung:Hilfreiche Hand oder hinderliches Übel? https://www.iese.fraunhofer.de/blog/chancen-von-llms-im-gesundheitswesen/

Würdigung der Enzyklika „Magnifica humanitas – durch Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, bereits unter Papst Franciscus wurde KI problematisiert: Das Vatikan-Dokument ‘Antiqua et Nova’ermutigt dazu, technologische Veränderungen nicht passiv zu akzeptieren, sondern kritisch zu hinterfragen und verantwortungsbewusst zu steuern.

Zur UnterrichtsreiheWas ist Datenschutz?

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Wir hoffen die notwendige Diskussion weiter anzustoßen, kommentieren Sie Ihre Gedanken hierzu.

1 Gedanke zu „Black-Box – Künstliche Intelligenz“

  1. Künstliche Intelligenz ist längst Teil unseres Alltags: in Büros und Krankenhäusern, in Schulen, Medien und politischen Debatten. Sie verspricht Effizienz und Fortschritt. Vor allem aber verschiebt KI gesellschaftliche Kräfteverhältnisse, indem sie den Arbeitsmarkt und Klassenauseinandersetzungen grundlegend verändert.
    Digital-Rights-Campaignerin Aline Blankertz und Philipp Staab Professor an der Humboldt-Universität Berlin. Gemeinsam diskutieren sie über KI, Arbeitskämpfe und Big-Tech-Macht. –

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