Technologien durchdringen alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, selten in der Häuslichkeit!
Über 6 Millionen anerkannt Pflegebedürftige, davon über 5,2 Millionen in der Häuslichkeit. Die Millionen An- und Zugehörige werden nicht gesehen, werden allein gelassen. Jeder ist sich selbst der Nächste. Das KI-generierte Bild, ist nicht die Zukunft.
Technik in der stationären Pflege, in der Häuslichkeit verschwiegen. Ihre Entwicklung ist keineswegs neutral: Sie folgt besonders wirtschaftlichen Interessen und bringt soziale Veränderungen mit sich. Die Angebote gehen an die stationären und ambulanten Träger, diese betteln um Zuschüsse und Finanzierung. Die Refinanzierung geht in die Entgelte ein. Niederschwellige Angebote für potente Zahler werden angeboten. Millionen sozialversicherte Rentner dürfen nicht länger abseitsstehen.
Fokus auf tatsächliche Bedarfe und Versorgungslücken
Das Ziel, einen breiten und gerechten Zugang zu innovativen Technologien zu ermöglichen, unabhängig von Standort, Trägerschaft oder wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Zukunftsweisende Robotik in der Pflege muss mehr sein als technologischer Fortschritt, sie muss soziale Verantwortung mit praktischer Relevanz verbinden und die pflegerische Versorgung und die daran beteiligten Menschen gezielt unterstützen. Bisher können Pflegebedürftige in der Häuslichkeit keinen Antrag auf Kostenerstattung für Hilfen der Telematik stellen.
Wer kennt die bestehenden Möglichkeiten
für einen sicheren und selbstbestimmten Alltag im vertrauten Zuhause.
In den meisten Fällen besteht in den Haushalten einen Internetanschluss. Die notwendigen Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten entstehen nicht erst mit der Beantragung und Anerkennung eines Pflegegrades. Erst dann greift der Beratungs- und Hilfeanspruch nach dem Pflegeversicherungsgesetz ( § 7a SGB XI) und werden die monatlichen Kosten des Notrufknopfes nach § 78 Abs. 1 SGB XI übernommen. Bereits für den Antrag bei der Pflegekasse ist ein PC ein Tablet hilfreich. Bankgeschäfte werden bereits überwiegend online abgewickelt.
DiGAs auch „Apps auf Rezept“
Sie bieten eine zeitgemäße Form der medizinischen Grundversorgung. Patienten und Patientinnen wenden die DiGA selbst an, in manchen Fällen zusammen mit dem Arzt oder Therapeuten. Alle vom BfArM zugelassenen Apps auf Rezept – mit Bewertungen, Verfügbarkeit und Details auf einen Blick. Rund 1,6 Millionen Mal haben Versicherte seit 2020 auf Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zugegriffen. Doch 14% konnte sie aktivieren. Es trifft ältere Menschen und Menschen mit geringerem Einkommen, die ihr Smartphone oft länger nutzen und sich kein neues leisten können. Sie werden faktisch von der von ihrem Arzt verordneten Gesundheitsversorgung ausgeschlossen, HIER
Forschungsprojekt KI@Home
2021-2023 wurde ein Forschungsprojekt durch die AOK und den Bund unterstützt, um die Sicherheit und Gesundheit älterer Menschen in ihrem Zuhause durch Künstliche Intelligenz (KI) zu verbessern. Es wird derzeit teuer privat vermarktet.
Robotischer Systeme in der Häuslichkeit müssen durch die fehlenden persönlichen Hilfen angedacht und finanziert werden. Es kann nicht sein, dass nur 25% aller Hilfsbedürftigen in der Häuslichkeit die Möglichkeit eine Unterstützung gewährt werden kann. Digitale Assistenz ist auszubauen, die teure Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung sollte Ausnahme werden. Wir brauchen Alltagsunterstützende Assistenzlösungen in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz, ein selbstlernendes System für den Bereich des altersgerechten Wohnens.
Welches Veränderungen im Gesundheitszustand eines Menschen anhand von verschiedenen erhobenen Daten frühestmöglich erkennt. Damit verbundenen Risiken so rechtzeitig definiert und Gefahrensituationen durch Prävention vornherein vermieden werden können. So kann die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen erhöht werden, Notfalleinsätze und Krankenhauseinweisungen können vermieden werden.
Die technischen Möglichkeiten der Videokommunikation, von Bewegungssensoren, wie z.B. Tür-Kontaktsensoren (Einbruch), Sensoren zur Messung von Feuchtigkeit (Wasser) und Temperatur (Herdplatten), Notrufknöpfe, Licht, sind heute bereits für jeden mit Geld gegeben.
Smartwatches für Senioren:
sind teilweise Alltagsbegleiter geworden. Sie bieten zahlreiche Vorteile, die ihre Sicherheit, Gesundheit und Selbstständigkeit im Alltag stärken können.
Smartwatches bieten Senioren die Möglichkeit, ihre Gesundheit im Blick zu behalten. Funktionen wie Herzfrequenzmessung, Schrittzähler, Sauerstoffsättigung und Schlafüberwachung können wertvolle Informationen liefern, sodass Veränderungen im Gesundheitszustand frühzeitig erkannt werden können. Gesundheitsdaten können einfach bei Arztgesprächen vorgelegt oder für die Pflege genutzt werden.
Durch integrierte Notfallfunktionen (z.B. SOS-Knopf, automatische Sturzerkennung) können Senioren und Angehörige im Ernstfall schnell Hilfe anfordern oder alarmiert werden. Viele Modelle ermöglichen eine Standortbestimmung, was im Alltag oder bei Demenz ein deutliches Plus an Sicherheit bietet.
Die Bedienung ist oft intuitiv gestaltet, sodass auch technikunerfahrene Personen die Smartwatch problemlos nutzen können. Große Displays und einfache Menüs erleichtern den Umgang. Telefon-, Nachrichten- und Sprachsteuerungsfunktionen erleichtern den Kontakt zu Familie und Freunden, auch ohne separates Handy.
Aktivitäts-Tracking, Medikamentenerinnerungen und Alltagshilfen fördern Selbstständigkeit und Bewegungsfreude. Da das Gerät immer am Handgelenk getragen wird, wird es selten vergessen und ist für Hilfe oder Gesundheitstracking stets verfügbar.
Einheitliche, umfassende Softwarepakete
zur Verarbeitung verschiedenen Haus-Sensoren, z.B. Lichtleiste mit Bewegungsmelder, Einbruchmelder oder Notrufknöpfe.
Zur Bestellung der Medikamente und E-Rezept in Kooperation mit Apotheken, der Hilfsmittel nach §§ 78 Abs. 1 in Verbindung mit 40 Abs. 2 SGB XI bei den anerkannten Versorgern.
Datenschutz Nebensache?!
Persönliche Gesundheits- und Bewegungsdaten sind teilweise ungeschützt zugänglich. Der Datenschutz darf nicht länger unbeachtet bleiben. Bereits 1.171 Unterzeichner, führende Forscher und Manager etwa vom ChatGPT-Entwickler OpenAI, dem Konkurrenten Anthropic sowie dem Facebook-Konzern Meta und Google, verweisen darauf, dass Software mit künstlicher Intelligenz bald in der Lage sein könnte, sich selbst weiterzuentwickeln. Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 15. Juli 2026 eines Gesetzes für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) veröffentlicht.
Ausblick
Die Frage stellt sich, wie technische Innovationen mit sozialen Werten und menschlichen Bedürfnissen in einem Sozialstaat in Einklang gebracht werden können. Die ökonomische Fragestellungen muss in den Blick genommen werden. Dabei ist insbesondere zu prüfen, inwieweit der Einsatz robotischer Systeme langfristige Einsparpotenziale bietet, die sich empirisch belegen und in die Debatte um eine effiziente Ressourcennutzung im Gesundheitswesen integrieren lassen. Ebenso braucht es Forschung zur Entwicklung tragfähiger Finanzierungsmodelle, um sicherzustellen, dass robotische Assistenzsysteme nicht nur in ausgewählten Einrichtungen mit besonderer Förderung eingesetzt werden können.
Warum übersieht die Industrie den großen Markt der über 5 Millionen Pflegebedürftigen in der häuslichen Versorgung? Trotz des enormen Bedarfs an Unterstützung und Hilfsmitteln für Pflegebedürftige in der Häuslichkeit scheint die Industrie diesen Markt weitgehend zu ignorieren. Künstliche Intelligenz soll dazu beitragen, dem Fachkräftemangel zu begegnen, knappe Ressourcen gezielter einzusetzen und die Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern.
Ein landeseinheitliches Verfahren, Vorgehen hilft zur Optimierung und Einsparung.
Siehe auch: Digital vor ambulant vor stationär! Pflege 4.0
Mit unseren Beiträgen wollen wir, solange die Homepage noch existiert, den Blick weiten, zur Diskussion anregen.
Es folgt der Beitrag: Das Smarte Quartier
