Hitze und Medikamente

Die nächste Hitze kommt bestimmt Fortsetzung

Medikamente können hitzebedingte Auswirkungen verschlimmern

Bei Hitze muss der Körper seine Temperatur zwischen 36,5 °C und 37,5 °C halten. Das gelingt ihm durch:

  • Schwitzen

  • eine stärkere Durchblutung durch schnelleren Herzschlag

  • gleichzeitige Gefäßerweiterung

Bestimmte Medikamente können eine oder mehrere dieser Anpassungsmechanismen beeinträchtigen.

Blutdrucksenkende Medikamente: Achten Sie auf Warnzeichen wie Schwindel beim Aufstehen oder beim Wechsel der Körperhaltung. Messen Sie regelmäßig den Blutdruck. Ein schneller Gewichtsverlust von 2 kg innerhalb eines Tages deutet auf eine Dehydrierung hin. In beiden Fällen sollten Sie den Hausarzt aufsuchen.

Cholesterinsenker können das Schwitzen verstärken.

Fehlende Fachkompetenz in der Altersmedizin

Nur wenige Ärzte haben sich in der Altersmedizin weitergebildet. Die Zusatz-Weiterbildung „Geriatrie“ wird bislang nicht als eigener Facharzt anerkannt – das muss aber nicht so bleiben.

In Frankreich ist das Bewusstsein für die Bedürfnisse älterer Menschen und den Schutz vor Hitzewellen weiter fortgeschritten: Dort gibt es als Hilfestellung für Ärzte eine Liste von Arzneimitteln, die die Anpassung des Körpers an Hitzewellen beeinträchtigen können.

Medizinische Versorgung im Alter

Ältere Menschen brauchen eine medizinische Versorgung, die auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Oberstes Ziel muss sein: Senioren nach schweren Erkrankungen dabei zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit, Mobilität und Lebensqualität bestmöglich wiederzuerlangen.

Mit zunehmendem Alter bleiben viele Menschen nicht mehr automatisch beweglich, körperlich fit oder geistig gesund. Nach schweren Erkrankungen oder Operationen erholen sie sich oft langsamer – und nicht immer vollständig. Häufig treten mehrere Erkrankungen gleichzeitig auf, was die Selbsthilfefähigkeit und Alltagskompetenz erheblich einschränken kann. Die größte Gefahr ist die Austrocknung durch zu wenig Flüssigkeit. 

Ein Netzwerk für die älter werdende Gesellschaft

Wir brauchen ein Netzwerk von Fachleuten für die älter werdende Gesellschaft. Ein erstes positives Beispiel haben wir gefunden:

Region Niederrhein (Dinslaken, Duisburg, Moers bis Wesel): Hier besteht bereits ein Netzwerk, das sich offenbar im Aufbau befindet. Für ein erstes Krankenhaus gibt es bereits einen Patientenfürsprecher.

Patienten(für)sprecher arbeiten ehrenamtlich im Krankenhaus. Bei Problemen, Missverständnissen und Konflikten stehen sie als Moderatoren zur Verfügung – als Schnittstelle zwischen Patient und Krankenhaus, bemüht, die Anliegen bestmöglich zu kommunizieren und umzusetzen.

******************

Helfen Sie uns durch Ihre Kommentare, weitere Beispiele zu finden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .