Dieter Schilling

Profil

Dieter Schilling wurde als erstes Kind seiner Eltern Ilse und Werner Schilling 1939 in Halle an der Saale (heute Sachsen-Anhalt) geboren. Damals zählte Halle ca. 220.000 Einwohner. Seine Eltern stammten beide aus Thüringen, aus Erfurt und Zeitz. Die ersten Jahre seiner Kindheit lebte er mit der Mutter alleine in Halle, da der Vater mit Kriegsbeginn zur Armee eingezogen wurde. Eine unbeschwerte Kindheit konnte er nicht erleben, denn er erlebte zahlreiche Fliegerangriffe auf seine Heimatstadt und musste währenddessen mit seiner Mutter Schutz im hauseigenen Keller suchen. Als die Luftangriffe heftiger wurden, zog die Mutter mit ihm zu ihrer Mutter nach Zeitz. Erst nach der Geburt ihres zweiten Sohnes im Jahr 1943 sind sie auf Grund der beengten Wohnverhältnisse gemeinsam mit der Großmutter nach Halle zurückgekehrt. Die Großmutter war eine große Hilfe und Stütze für die kleine Familie.

1945 wurde Herr Schilling eingeschult. Nach Abschluss der 8-jährigen Grundschule verweigerte er den Besuch der Oberschule und machte eine Lehre (1953-1955) als Maschinenschlosser bei der Pumpenfabrik Weise-Monski in Halle. Nach 2 Jahren Lehre folgte 1 Jahr als Jungfacharbeiter.

Der aufkommende Wunsch zu studieren erforderte die Ableistung des Wehrdienstes bei der Nationalen Volksarmee für die Dauer von  1,5 Jahre. Durch die Initiative „Industriearbeiter auf das Land“ konnte er eine 1,5-jährige Weiterbildung zum Motoren- und Landmaschinenschlosser machen, was Voraussetzung für ein Studium war. Nach seinem Einsatz bei der Maschinen- und Traktorenstation in Gröbers bei Halle an der Saale konnte er die Oberschulreife nachholen. Von dort zum Studium der Ingenieurwissenschaften 1957 an der Ingenieurschule für Maschinenbau an der MTS (Maschinen Technische Schule) in Leipzig delegiert (bis 1960). Mit Abschluss des Ingenieurstudiums wurde er zwangsverpflichtet zum VEB Mähdrescherwerk in Weimar. 

1953 lernte er seine spätere Ehefrau Ingeborg kennen, von Beruf war sie Finanzassistentin. Sie heirateten 1962, der gemeinsame Sohn kam im gleichen Jahr zur Welt.

Seit 1961 arbeitete er in einem technologischen Zentrum für Schweißtechnik. 1962 qualifizierte er sich zum Schweißfachingenieur in Halle an der Saale. Zwischen1965-1972 ein Abend- und Fernstudium an der TU Dresden ab und machte den Abschluss ‚Dipl.-Ing. Fertigungstechnik’. 

Als Assistent des Forschungsdirektors hatte er Zugang zu sensiblen Daten und wurde zur Vertraulichkeit verpflichtet. Ab 1970 war er auch Angehöriger der Kader der Westreisenden. Viele Westreisen zu Fachtagungen und Kongressen sowie Messen gehörten zu diesem Bereich.

1982 wechselte er mit seiner Frau in die Bundesrepublik und fand in seinem angestammten Beruf sehr rasch wieder Arbeit, und zwar bei der Krupp-Industrietechnik in Duisburg. Er war bis zum Rentenbeginn Leiter der Schweißtechnik und Fertigungsleiter für den Stahlbau. 

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