Mercedes-Büroschreibmaschine

Ich habe mich mit einer Reiseschreibmaschine abgeschleppt, die stammt aus dem Geschäft meines Großvaters. Die hatte ich mal zur Überholung in ein Spezialgeschäft für Schreibmaschinen, also in ein Feinmechanikgeschäft, gebracht, um sie überholen zu lassen. Der Seniorchef kam dazu und guckte sich das an und sagte: Was haben Sie denn da für schöne Sachen, eine Mercedes aus Zella-Mehlis? Dann holte …

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Kochbuch aus dem Jahre 1873

Ich habe noch etwas mitgebracht: ein Kochbuch. Das stammt von meiner Mutter und zwar von der berühmten Köchin Henriette Davidis, das ist 600 Seiten stark und stammt in 18. Auflage aus dem Jahre 1873. Man sieht ganz deutlich die Gebrauchsspuren, das war also ständig im Einsatz. Ich war damit beim Restaurator. Wunderbar, sagte er, aber wenn ich das fachgerecht restauriere, …

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Amerikaner und Engländer in Mülheim

Ursula Ulrike Storks im April 2019 anlässlich einer Lesung in der Buchhandlung am Löhberg Ich bin im Januar 1939 geboren und praktisch mit dem Krieg groß geworden. Meine persönlichen Erinnerungen gehen eigentlich erst mit 4 ½ Jahren los. Aber ich habe verschiedene Ereignisse hinterher von meiner Mutter erzählt bekommen, mein Vater war ja leider im Krieg gefallen. Meine Mutter erzählte …

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Unsere Reisen in die DDR

Ich muss bekennen, auch falls ich mich dadurch der Kritik Betroffener aussetze, dass mich der Vorgang Mauerfall  und Wiedervereinigung eigentlich nur als Bürger der BRD berührt hat. Unsere Familie hatte auf dem Gebiet der Teilung des gesamtdeutschen Territoriums keine nennenswerten Nachteile erlitten, weil unsere Gesamtfamilie seit Generationen vollumfänglich in Nordrhein-Westfalen angesiedelt war. Eine Ausnahme ergab sich dennoch, weil als Resultat …

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Endlich zur Schule dürfen

Wir sind als Flüchtlinge aus Pommern nach Schleswig-Holstein gekommen. Am Ende unserer Flucht landeten wir auf einem Gut, das einem Herzog gehörte. Herzogliche Güter gab es oben in Schleswig-Holstein einige. Wir hatten ein Zimmer, das war sehr primitiv – z. B. gab es nur eine Waschschüssel, das war alles, was wir hatten, da wurde nicht nur drin gewaschen, sondern sie …

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Die drei Freuden

Es war in der Zeit des Kriegsendes direkt nach der Kapitulation, als wir Jungspunde mit 17 Jahren vor den Russen flüchten mussten. Wir kamen dann nach Schwerin, wo die Amerikaner uns empfingen und uns nach Schleswig-Holstein transportierten, wo wir bei Malente im wahrsten Sinne des Wortes vegetierten. Recht bald übernahmen uns die Engländer. Die Versorgung durch die Engländer war so …

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Pfannkuchenessen bei den Großeltern

Text von Ursula Ulrike Storks Sehr, sehr gerne bin ich zu meinen Großeltern gegangen. Wir wohnten in Mülheim-Dümpten – auch „Königreich Dümpten“ genannt – und meine Großeltern in Styrum nahe der Kirche, die heute noch steht.  Der Weg zu ihnen war zu Fuß immer sehr weit. Weil die Straßenbahn damals viel Geld kostete, was meine Mutter nicht hatte, sind wir …

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Resümee: Ruthilde Anders

Ich wurde am 1. September 1934 als erstes Kind meiner Eltern in Pommern geboren. Wir lebten auf einem Bauernhof: meine Oma, meine Eltern und zwei Hilfskräfte. Meine Eltern waren jung verheiratet. Meine Oma war krank, hatte Asthma, und konnte nicht recht mithelfen. Zur Hilfe  kamen abwechselnd Studentinnen, die die Arbeit auf dem Bauernhof kennen lernen sollten; sie hatten auch die Aufgabe, sich mit mir zu beschäftigten. Ich kann mich noch schwach an sie erinnern: Wir sangen viel miteinander; vielleicht hat das schon meine Liebe zur Musik geweckt. Weitere Hilfen waren ein Knecht und eine Magd auf dem Hof. 

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