Jutta Loose

Profil

Jutta Loose wurde im Oktober 1949 in Oberhausen als einziges Kind ihrer Eltern, Anna Grete und Heinrich Stevenz, geboren. Die Mutter war Hausfrau, und der Vater ging seinem Dienst als Beamter bei der Post nach.

Aufgewachsen ist sie direkt an der Grenze der Städte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr. Der Großvater war Besitzer eines großen Areals, durch dessen Mitte sich die Stadtgrenze zog, optisch durch einen Grenzstein gekennzeichnet. Die Großeltern wohnten im eigenen Haus auf Oberhausener Gebiet. Im Laufe der Jahre hatten Jutta Looses Eltern dem Großvater die Mülheimer Hälfte des Grundstücks abgekauft und ihren Wunsch nach einem Einfamilienhaus verwirklicht. Dort lebte Jutta Loose mit ihren Eltern und dem ein oder anderen Familienhund bis zu ihrer Heirat 1971.

Jutta Loose wuchs wohl sehr behütet und geborgen auf – ungewöhnlich für Familien in der Nachkriegszeit. Ihr Vater litt unter den Folgen weitreichender Verwundungen, die er sich während des 2. Weltkrieges zugezogen hatte und die das Leben der Familie nachhaltig prägten. Die Mutter von Jutta Loose stand ihrem Mann selbstverständlich in der Bewältigung des Alltags zur Seite. Die Eltern sorgten stets dafür, dass ihre Tochter eine unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit erleben konnte, mit viel Freiraum für Bewegung, Aktivitäten und Spielen, insbesondere in den idyllischen Gärten der Eltern und Großeltern, wo sie sich an viel Spielen und Toben mit ihren Freundinnen erinnern kann. 

Jutta Loose hatte in der Schule keinerlei Probleme und galt als gute Schülerin, die auch immer gerne zur Schule ging. Sie war wissbegierig, lernte sehr schnell lesen und teilte damit die Leidenschaft der Eltern. Zunächst besuchte sie die Volksschule, legte nach 4 Schuljahren die Aufnahmeprüfung zum Mädchen-Lyzeum in Oberhausen ab und wurde, kurz bevor das Schuljahr dort beginnen sollte, abgelehnt, da die Klassen ausgelastet waren und sie in Mülheim wohnte, also keine Oberhausenerin war. 

Enttäuscht besuchte sie weiterhin die Volksschule in Mülheim an der Ruhr, um nach deren Beendigung eine Hauswirtschaftsschule in Oberhausen, die Käthe-Kollwitz Schule, zu besuchen mit dem Ziel, die Mittlere Reife zu erlangen. Den Wunsch der Mutter, danach eine weitere Schule mit dem Ziel des Abiturs zu besuchen, erfüllte sie allerdings nicht, denn kurz vor Abschluss verließ Jutta Loose nämlich die Hauswirtschaftsschule, denn sie war zu keinem weiteren Schulbesuch mehr zu bewegen.

Sie begann eine Lehre zur Arzthelferin (heute: Medizinische Fachangestellte) bei einem Internisten in Oberhausen. Sie war während der „Lehre“ (heute: Ausbildung) sehr engagiert. Deshalb übertrug ihr damaliger Chef ihr nach ihrem Examen vor der Ärztekammer die Leitung seiner großen internistischen Praxis mit 8 Angestellten.

Nach einem Praxiswechsel von Oberhausen nach Mülheim arbeitete sie 47 Jahre in einer Hausarztpraxis in Mülheim, in der sie die Möglichkeit bekam, sich auf die Erkrankung Diabetes mellitus zu spezialisieren. Gleichzeitig nutzte sie große Teile ihrer Freizeit für die Weiterbildung. Parallel dazu war das Thema Ernährung eine weitere Herausforderung für sie, und fortan eignete sie sich ein großes Wissen auf diesem Gebiet an. Sie hielt Schulungen für Diabetiker und Seminare für namhafte pharmazeutische Firmen in der Weiterbildung für Arzthelferinnen ab. 

Ihre Tätigkeit erfüllte sie über Jahrzehnte mit Zufriedenheit, Freude und viel Engagement  und Empathie für ihre Patienten aus. Trotz Erreichen des Renteneintrittsalters Ende 2009 führte sie noch für weitere 10 Jahre administrative Tätigkeiten in der Praxis aus. Seit Ende 2019 ist Jutta Loose endgültig im Ruhestand. Bis zu ihrem Berufsende übte Frau Loose ihren erlernten Beruf mit großer Leidenschaft aus.

Seit 1973 ist sie mit ihrem Mann verheiratet, den sie 1966 kennen lernte. Kinder haben sie keine.

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