Morgengebet

Es sind schlimme Zeiten, mein Gott. Heute Nacht geschah es zum ersten Mal, dass ich mit brennenden Augen schlaflos im Dunkeln lag und viele Bilder menschlichen Leidens an mir vorbei zogen. Ich verspreche dir etwas, Gott, nur eine Kleinigkeit: Ich will meine Sorgen um die Zukunft nicht als beschwerende Gewichte an den jeweiligen Tagen hängen, aber dazu braucht man eine gewisse Übung. Jeder Tag ist für sich selbst genug.

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Die Versuchung

Es war im Winter 1946, am ersten Advent. Meine Frau hatte unseren letzten Damastbezug mit zwei Kopfkissen bei einer Fahrt aufs Land eingetauscht. Ein Pfund Mehl, ein Viertelliter Öl und eine Handvoll Zucker waren davon noch übrig. Sie hatte mir nichts davon gesagt. Ich wog damals ganze 104 Pfund und litt beständig an einem nagendem Hungergefühl. 

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Reisen in und aus der DDR

Reisen in und aus der DDR waren über Jahrzehnte vielen Regelungen unterworfen

Ich bin aufgewachsen mit dem Bewusstsein, dass es zwei deutsche Staaten gibt und dass dies das Ergebnis der schrecklichen Naziherrschaft war. Dass es dabei einen dicken Bruch in der Familie meines Vaters und auch von anderen mir nahe stehenden Familien gegeben hat, habe ich als Kind und Jugendliche überhaupt nicht nachvollziehen können – schließlich habe ich die Verwandten ja nicht vermisst, habe ich sie ja nie kennen gelernt.

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Kontakt

Die Zeitzeugen treffen sich an jedem dritten Mittwoch im Monat von 10.00 bis 12.30 Uhr im Sommerhof, einer Seniorenresidenz in der Innenstadt von Mülheim an der Ruhr. Geleitet werden die Treffen von den Moderatoren: Brigitte Reuß und Manfred Zabelberg. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir unsere privaten Telefonnummern nicht auf dieser Seite veröffentlichen möchten.

Sie erreichen uns direkt unter: zeitzeugenboerse@gmx.de

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