Ruthilde Anders

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Profil

Ruthilde Anders wurde am 1. September 1934 auf einem landwirtschaftlichen Hof in Gandelin/Hinterpommern (1), nahe Kolberg, als das erste von drei Kindern geboren; 1936 folgte eine Schwester, Christa, und 1940 ein Bruder, Manfred. 

Noch vor dem Reichserbhofgesetz wurde ihrer Mutter(Helene, geb. am 09.03.1900) der Hof übertragen, während dem Vater (Johannes Leischer, geb. am24.06.1903) das Erbe ausgezahlt wurde. Die Eltern bewirtschafteten bis zu ihrer Flucht 1946 das Vorwerk eines Gutes zusammen mit einigen landwirtschaftlichen Helfern,

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Lesung: Besatzung

Vorabinformation zur Lesung: Besatzung

Die Niederlage der deutschen Armee Anfang 1943 bei Stalingrad, die Aufgabe der in Afrika eingesetzten Truppen und der Wegfall des verbündeten Italien waren die Voraussetzungen, dass Europa vom Nationalsozialismus befreit werden konnte. Stalin, Roosevelt und Churchill verbündeten sich zu einer Anti-Hitler-Koalition. In der Konferenz von Teheran (28. November bis zum 1. Dezember 1943) legten sie nicht nur fest, im Westen ebenfalls eine Front zu errichten, sondern sie verfassten auch schon Grundsätze über die Neuordnung Deutschlands nach dem Krieg.

Mit dem Vormarsch der westlichen Alliierten (ab 06. Juni 1944) und der Roten Armee (ab 15. Januar 1945) gerät Deutschland unter die Kontrolle der Alliierten. In den von den Alliierten eroberten und befreiten Gebieten wurde das Nötigste organisiert und verwaltungsmäßig eingesetzt. Mit der bedingungslosen Kapitulation am 07./08. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg in Deutschland, auch wenn der von Hitler noch eingesetzte Großadmiral Karl Dönitz bis zu seiner Verhaftung in Flensburg am 23. Mai 1945 noch eine Regierung im Schattendasein führte. 


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Lesung: Zwangsarbeiter

Karl Heinz Ruthmann: Stullen für die Fremdarbeiter

Zu Ihrer Orientierung führe ich zunächst meine elterliche 5-köpfige Familie während der Kriegszeit an. Ich war das jüngste Kind, Geburtsjahr 1934, meine nächst ältere Schwester, Jahrgang 1930, besuchte die Mittelschule, meine älteste Schwester, Jahrgang 1924 wurde nach ihrer Ausbildung im Jahre 1943 zur Kriegsmarine dienstverpflichtet und arbeitete in einem Versuchsbetrieb für Marinewaffen in der Nähe von Eckernförde als Telefonistin. Mein Vater wurde im Jahre 1941 zum Militär eingezogen und arbeitete in seinem Beruf als Metzgermeister bei einer Versorgungseinheit des Heeres in Cambrai/Frankreich.

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Lesung: Zwangsarbeit

NS-Verbrechen

Plakat, Lesung: Zwangsarbeiter, Februar 2019

Zwangsarbeit während der Dauer des Dritten Reiches ist eine europaweite Erfahrung ohne Beispiel und gehört zu den tiefschwarzen Kapiteln der NS-Zeit. Sie war von Anfang an in der rassistischen Gesellschaftsordnung des NS-Staat verankert. Dieses vom Staat organisierte öffentliche Verbrechen wurde bereitwillig von der Volksgemeinschaft unterstützt. Zwangsarbeit wurde als Mittel der Aussonderung, der Erniedrigung und Entwürdigung eingesetzt und war Teil der Besatzungspolitik und der rassistischen Neuordnung Europas.

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Karl Heinz Ruthmann

Profil

Karl Heinz Ruthmann wurde am 02.12.1934 in Duisburg als jüngstes Kind einer fünfköpfigen Familie geboren. Sein Vater war traditionsgemäß Metzgermeister; als solcher kam er während der Kriegszeit zu einer Versorgungseinheit. Seine älteste Schwester fand schon bald nach ihrer Lehre in der Telefonzentrale in einem Forschungs- und chemischen Laborbetrieb der Kriegsmarine an der Ostsee eine Anstellung. Die andere Schwester wurde mit ihrer gesamten Schule nach dem großen Bombenangriff auf Duisburg 1943 nach Böhmen und Mähren evakuiert. Es gelang der Mutter, sie mit Beginn der Flucht aus dem Ruhrgebiet zu sich zu holen.

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