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Resümee: Horst Rübenkamp

Ich  wurde am 13. Januar 1932 als drittes Kind meiner Eltern Paula und Hermann Rübenkamp in Essen-Borbeck geboren. Meine Mutter verstarb 10 Tage nach meiner Geburt. Meine beiden Schwestern waren zu der Zeit schon 11 und 7 Jahre alt. Mein Vater heiratete im Oktober 1932 die jüngste Schwester meiner leiblichen Mutter; sie übernahm damit die Mutterrolle für uns Kinder. Die …

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Lehre zum Schmied

Ostern 1946 (Mitte April) wurde ich aus der Schule entlassen. Direkt am 2. Mai begann ich mit der Lehre. Man  hatte  mir eine Schmiedelehre auf der Schachtanlage Rosendelle in Mülheim besorgt. Das war zu der Zeit ein Glücksfall. Ein Onkel war Fahrsteiger auf der Zeche Rosendelle, und durch seine Fürsprache erhielt ich diese Lehrstelle. Die Lehrwerkstatt des Mülheimer Bergwerkvereins war nicht zerstört, und es gab für diese Zeit eine hervorragende Ausstattung an Maschinen und Ausbildungsmaterial.

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Überleben in der Nachkriegszeit

Nach Beendigung des Krieges wurde die Versorgung der Bevölkerung katastrophal. Manchmal gab es Lichtblicke. In Selbeck an einem Tag Ende 1945 kam Bauer Kocks – den Hof gibt es heute noch – zu uns in die Schule und bat beim Rektor um Hilfskräfte zum Kartoffelauflesen. Die komplette Klasse war natürlich bereit und auch sofort. Wir haben als Lohn für diese Arbeit jeden Tag 10 kg Kartoffeln bekommen. Es waren aber immerhin 6 bis 7 Stunden Arbeit. Gut, wir freuten uns jedenfalls damals sehr in 3 Tagen 30 kg Kartoffeln mit nach Hause zu nehmen.

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Schulzeit nach dem Krieg

Meine Mutter war in den letzten Kriegszeit bereits zu ihrer Schwester nach Mülheim-Heißen gezogen; in Essen-West waren wir ja ausgebombt. Wir wohnten in der Nähe der zeche Rosendelle. Deswegen besuchte ich von November 1945 bis Mitte April 1946 (Ostern war am 19.04.1946) noch die 8. Klasse die Wilhelmschule am Fünter Weg in Mülheim. Damals hieß sie noch Wilhelmschule, heute am …

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Endgültige Heimkehr

So vergingen die Monate. einmal hat uns in dieser Zeit Lehrer Dahlhof besucht, der andere Lehrer hatte sich bereits abgesetzt und auch unser Lamafü hatte sich verpisst. Ende Oktober kam Herr Dahlhof noch einmal zu uns auf den Hof und berichtete, er hätte eine Möglichkeit für uns, nach Hause zu kommen. Von uns ehemaligen 60 Jungen hatte sich der größte Teil schon im Sommer auf den Weg gemacht.

Herr Dahlhof sagte, einige amerikanische Trucks führen, um Nachschub zu holen, und wir dürften auf der Ladefläche mitfahren. Super, die Familie Biebl war sehr traurig, so unvermittelt zwei so billige Arbeitskräfte zu verlieren. Mutter Biebl nähte noch schnell zwei Rucksäcke aus selbst gesponnenem Leinen, füllte diese mit einigen Lebensmitteln. vor allem war Brot darin, und deswegen haben wir auch überlebt. Dann bekam jeder von uns noch 5 Reichsmark, eine fürstliche Entlohnung, wenn man bedenkt, dass zu dieser Zeit eine amerikanische Zigarette schon 7 Reichsmark kostete. Aber egal, wir waren froh nach Hause zu kommen.

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Überleben in Kitzenried

Mein Freund Manfred und ich fanden also bei der Familie Biebl Unterschlupf für das nächste halbe Jahr. Die ganze Familie Biebl bestand aus 7 Personen, Herr Biebl, ein Mann, der nicht allzu viel zu sagen hatte, Frau Biebl führte das Regiment. Der Sohn Michel, der augenscheinlich einige Schuljahre verpennt hatte, und drei Töchter, Marie, Kathie und Frieda, außerdem war da noch der Sohn Hans.

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KLV-Lager Raab

Am 25. März 1943 begab ich mich mit 2000 anderen Kindern zum Hauptbahnhof Essen zur Kinderlandverschickung. Man verfrachtete uns wahllos in die  bereitstehenden Personenwagen, und die Fahrt ging in das Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechien). Ich hatte nur einen Schuhkarton voll mit persönlichen Sachen von mir dabei; der große Bombenangriff auf Essen war ja erst wenige Tage her. Unterwegs wurden …

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Schulzeit im NS-Staat

Die Reichspogromnacht Ein besonderes Datum habe ich nicht vergessen. Wir wohnten zu der Zeit in Essen-West. Es war der 9. November 1938. Ich ging wie jeden Morgen zur Schule. Mein Weg führte über die Altendorfer Straße. An einem uns allen bekannten Textilkaufhaus mit Namen Blum hatte man alle Schaufensterscheiben zertrümmert, und alle Textilien flogen auf die Straße. Eine große Menschenmenge …

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