Amerikaner und Engländer in Mülheim

Ich bin im Januar 1939 geboren und praktisch mit dem Krieg groß geworden. Meine persönlichen Erinnerungen gehen eigentlich erst mit 4 ½ Jahren los. Aber ich habe verschiedene Ereignisse hinterher von meiner Mutter erzählt bekommen, mein Vater war ja leider im Krieg gefallen. Meine Mutter erzählte mir alles ausführlich, als ich ungefähr 12 Jahre war; vorher habe zwar auch einiges mitbekommen, aber nicht wirklich verstehen können, was da unter den Verwandten und Freunden erzählt wurde. Trotzdem weiß ich noch so einiges aus meiner eigenen Erinnerung.

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Besiegt – Befreit-Besetzt

Ich möchte Ihnen etwas erzählen über die verschiedenen Besatzungen nach dem Zweiten Weltkrieg, die ich mitgemacht habe. Das war mehr oder weniger lang. Ich habe als Überschrift genommen: Besiegt – Befreit – Besetzt. 

Ich bin Jahrgang 1928, bei Kriegsausbruch war ich 11 Jahre alt, bei Kriegsende dann schon 17. Kurz vor dem Zusammenbruch des Naziregimes war ich als Jugendlicher als Panzergrenadier auf dem Rückzug von der Oder runter zur Elbe. Unterwegs bewegten einen natürlich noch Gedanken wie, leben die Angehören noch, lebt die Mutter noch, die in Thüringen war, wo steckt der Vater, der war bei den Landesschützen, der schwirrte auch irgendwo rum, und was blüht uns jetzt in der Gefangenschaft?

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Das Elternhaus blieb unbeschlagnahmt

Ich bin in einer Kleinstadt im Salzkammergut aufgewachsen. Das war schon vor dem I. Weltkrieg  ein Fremdenverkehrsort. 1945 waren die Amerikaner da, seitdem fanden keine Kämpfe mehr statt. Sie sind nur noch durchmarschiert, und sie haben dann – weil es so schön war – unseren Ort zur “Recreation Area” für ihre Truppen erklärt, was dazu führte, dass die größeren Hotels von den Amerikanern beschlagnahmt wurden.

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Kriegsende und Besetzung

durch Amerikaner und Russen in Halle/Saale 

(Sachsen-Anhalt)

Ich habe im Alter von 6 Jahren die letzten Kriegsjahre in meiner Geburtsstadt Halle/Saale erlebt. Die ersten Jahre des Krieges sind wir häufig in der Nacht durch Sirenengeheul aus dem Schlaf gerissen worden. Dann musste man schnellstens in einen Bunker oder, wenn die Zeit knapp wurde, den Luftschutzraum im Keller des Wohnhauses aufsuchen. Bis zum Jahre 1944 waren die Angriffe durch Bomber der Amerikaner oder Engländer  häufig auf die im Umland liegenden Industriezentren begrenzt, so dass in der Stadt nur geringe Zerstörungen entstanden. Ab dem Jahr 1944 waren die Luftangriffe sehr intensiv, und das vor allem am Tag.

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Lesung: Besatzung

Die Niederlage der deutschen Armee Anfang 1943 bei Stalingrad, die Aufgabe der in Afrika eingesetzten Truppen und der Wegfall des verbündeten Italien waren die Voraussetzungen, dass Europa vom National-sozialismus befreit werden konnte. Stalin, Roosevelt und Churchill verbündeten sich zu einer Anti-Hitler-Koalition. In der Konferenz von Teheran (28. November bis zum 1. Dezember 1943) legten sie nicht nur fest, im Westen ebenfalls eine Front zu errichten, sondern sie verfassten auch schon Grundsätze über die Neuordnung Deutschlands nach dem Krieg.

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Nachkriegszeit und Neubeginn

Hamstern und Neubeginn

Hamstern auf den Bauernhöfen der Umgebung von Lauenburg, der Schwarzmarkt, auf dem Zigaretten und alles Mögliche getauscht wurde (z.B. Friseurscheren), das fürchterliche Maisbrot … das sind die Stichworte, die Eva Timm mit der unmittelbaren Nachkriegszeit verbindet.

Man war froh, dass der Krieg vorbei war. Und was gibt es Schöneres für eine 19-Jährige als Tanzen!

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Lesung: Der Krieg ist vorbei

Leben in der SBZ / DDR

Der Krieg ist vorbei _ Leben in der SBZ / DDR
Bewegte Zeiten nach dem Krieg

Der Zweite Weltkrieg hatte fast 55 Millionen Menschen das Leben gekostet. Europa war verwüstet, Deutschland glich einem Trümmerfeld. Das Land war in vier Besatzungszonen aufgeteilt: Die drei westalliierten Zonen betitelte ein Kölner Karnevalssong 1948 als „Trizonesien“, während die sowjetisch besetzte Zone lange Zeit „Ostzone“ genannt wurde, erst nach der neuen Ostpolitik der Brandt-Regierung dann DDR.

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Kriegsende als Jugendlicher

Einberufung in die Deutsche Wehrmacht mit 16 Jahren

Es war schon Mitte Januar 1945, als die Arbeitsdienstzeit zu Ende ging. Horst Heckmann hoffte immer noch inständig, am 2.  Februar in Glücksburg auf der Padua antreten zu können; schließlich hielt er noch immer die Anheuerungsbestätigung in Händen. Jeder in der Abteilung hatte sie schon gesehen.

Die Koffer gepackt standen alle Arbeitsdienstleute auf dem Appellplatz und warteten auf die Verabschiedung in die Heimat.

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