Wohn- und Lebensverhältnisse im Krieg

Auch sonst machte sich die Kriegszeit in steigendem Maße im privaten Familienleben bemerkbar. Zunächst aber bekamen wir gar nicht so besonders viel von diesem Krieg mit. Es ging ja eigentlich erst mal ganz harmlos los: Die ausgestellten Lebensmittelkarten regelten und rationierten die Versorgung der Bevölkerung. Die Behörde vermerkte für uns: Familienstand, Vater, Mutter, drei Kinder, also 5 Lebensmittelkarten. Sie waren mit Abschnitten versehen, beispielsweise für Fleisch, Obst, Nährmittel, Milch usw., und das gab es nur in ganz bestimmten

WeiterlesenWohn- und Lebensverhältnisse im Krieg

Wohnen: In guten wie in schweren Zeiten

P1040245
K.H.R

Ich wurde 1934 als jüngstes und drittes Kind in Duisburg in einer bürgerlichen Familie geboren. Wir wohnten in einer 3-Zimmerwohnung in einem Wohnkomplex der Duisburger Wohnungsbau AG, einem vierstöckigen Haus mit 8 Familien. Die Gebäude waren im Jahre 1924 fertiggestellt worden. Unsere Wohnung lag im Erdgeschoss und umfasste eine geräumige Wohnküche, ein Elternschlafzimmer mit Außenbalkon, ein Kinderzimmer, ein Badezimmer mit Toilette und Wasserspülung und eine Diele. Das Badewasser lieferte ein gasbeheizter Durchlauferhitzer – alles in allem auch nach heutigen Begriffen eine zeitgemäß moderne Wohnung.

WeiterlesenWohnen: In guten wie in schweren Zeiten

Wohnungsnot nach dem Krieg auch in Mülheim

Die Wohnungsnot  war nach dem Krieg wie in allen Städten  so auch in Mülheim unübersehbar. Ein beachtlicher Teil der Bevölkerung lebte in Notunterkünften. Die Wohnungsnot für breite Bevölkerungskreise wurde ständig verschärft durch die zurückkehrenden Evakuierten, die Kriegsheimkehrer und die Flüchtlinge. Ihrer wachsenden Zahl stand nur eine geringe Reparatur- und Neubautätigkeit an Wohnungen gegenüber. Materialien für den Hausbau waren äußerst knapp.

WeiterlesenWohnungsnot nach dem Krieg auch in Mülheim

Lesung: Wohnen

Wohnen in Kriegszeiten und danach
Zeitzeugen erinnern: Ummöbeln

Seit 2011 widmet sich die Zeitzeugenbörse  Mülheim an der Ruhr persönlich erlebter Geschichte, vornehmlich von älteren Zeitzeugen. 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges sind seine Wunden zwar vernarbt und haben eine neue Realität geschaffen. Trotzdem ist der Nationalsozialismus mit seinen verheerenden Folgen für die Welt allgegenwärtig. Die Zeit des Schweigens ist mittlerweile einem intensiven Bearbeitungsprozess der Biografien der Kriegs- und Nachkriegskinder gewichen. So sind in der Zeitzeugenbörse bereits viele Zeitzeugnisse entstanden.

WeiterlesenLesung: Wohnen